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Trauriges Dementi: Suche nach 4 Kindern im Amazonas geht weiter

Trauriges Dementi: Suche nach 4 Kindern im Amazonas geht weiter

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Amazonas-Regenwald in Kolumbien waren am 1. Mai 2023 der Pilot und die beiden Erwachsenen an Bord ums Leben gekommen - darunter die Mutter von vier Kindern. Doch von den Kindern fehlte zunächst jede Spur. Mehr als 100 Militärs waren mit Spürhunden auf der Suche nach den 13, 9 und 4 Jahre alten Kinder sowie dem 11 Monate alten Baby.

Dann sprach der kolumbianische Präsident Gustavo Petro am Freitag von einer "Freude für das ganze Land". Doch kurz darauf muss sich der Staatschef korrigieren, denn anders als er zunächst erklärt hatte, sind die vier Kinder weiterhin nicht gefunden worden.

Unglück im entlegenen Amazonas

Die Cesna 206 war am 1. Mai unweit vom Zielort San José del Guaviare im Süden von Kolumbien vom Radar verschwunden, nachdem der Pilot technische Probleme gemeldet hatte. San José del Guaviare liegt etwa 400 Kilometer von der Hauptstadt Bogota entfernt, es gibt keine Eisenbahnverbindung.

Der Dschungel ist in diesem Gebiet besonders dicht und gilt - auch wegen vieler wilder Tiere - als sehr gefährlich. Die Suchaktion wurde auch vom Regen behindert.

Die Rettungsteams hatten erst den toten Piloten und dann auch die Mutter sowie einen weiteren Erwachsenen geborgen. Der Einsatz zur Suche der vier Kinder trägt den Namen "Hoffnung". In der Nähe des abgestürzten Kleinflugzeugs waren Essensreste, eine kleine Schere, ein Babyfläschchen sowie ein Haargummi gefunden worden.

AFP
Von der kolumbianischen Armee gefundenes Fläschchen - AFP

Die Kinder gehören zum indigenen Stamm der Uitoto (auch: Witoto), die sich selbst Komini nennen, in Einklang mit der Natur leben und sich von Früchten und vom Fischfang ernähren.

Botschaft der Großmutter in der Sprache der Uitoto

Die Großmutter der Kinder hatte eine Botschaft in der Sprache der Uitoto aufgenommen. Sie sagte den Kindern, sie sollten sich nicht weiter wegbewegen, damit die Rettungskräfte sie finden könnten. Diese Botschaft wurde auch von den drei Hubschraubern aus verbreitet, die nach den vier Minderjährigen suchten.

Da es in dem dünn besiedelten Gebiet kaum Verkehrswege gibt, sind die Uitoto zuweilen auf Kleinflugzeuge als Transportmittel angewiesen.

Eine frühere Version dieses Artikels - basierend auf der Mitteilung des Präsidenten sowie der Agenturen AFP und Efe - haben wir korrigiert. Wir bitten, den Irrtum zu entschuldigen.