Werbung

24 israelische Soldaten bei Gefecht im Gazastreifen getötet

Bei einem Gefecht im Gazastreifen sind nach Militärangaben 24 israelische Soldaten getötet worden - für Israel der tödlichste Angriff auf seine Streitkräfte seit Kriegsbeginn am 7. Oktober und ein schwerer Rückschlag, der die Forderungen nach einem Waffenstillstand verstärken könnte.

Die israelischen Soldaten bereiteten am Montag Sprengstoff vor, um zwei Gebäude im Zentrum des Gazastreifens zu sprengen, als ein militanter Palästinenser eine Panzerfaust auf einen Panzer in der Nähe abfeuerte. Die Explosion löste den Sprengstoff aus und brachte die beiden zweistöckigen Gebäude zum Einsturz, in und neben denen sich die 24 getöteten Soldaten befanden.

24 ist die höchste Zahl israelischer Soldaten, die seit Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen Ende Oktoberbei einem einzelnen Vorfall getötet wurden. Seitdem sind nach Militärangaben insgesamt 224 Soldat:innen getötet worden. Mehr als 1.200 weitere wurden verletzt.

Israelische Regierung zunehmend unter Druck - Forderungen nach Waffenstillstand im eigenen Land werden lauter

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt wiederholt gesagt, man wolle weiterkämpfen, bis Israel die herrschende militante Hamas-Gruppe zerschlägt und die über 100 im Gazastreifen gefangen gehaltenen Geiseln befreit.

Aber die Israelis sind sich zunehmend skeptisch, ob beides möglich ist. Außerdem setzt die hohe Zahl der israelischen Opfer die Regierung unter Druck, die bisherigen Militäroperation einzustellen.

Verteidigungsminister Yoav Gallant sagte, es sei ein "schwieriger und schmerzhafter Morgen", aber Israel sei nach wie vor entschlossen, weiterzumachen. "Dieser Krieg wird die Zukunft Israels für die nächsten Jahrzehnte bestimmen, und der Tod von Soldaten ist eine Voraussetzung, um die Ziele des Krieges zu erreichen", schrieb er auf X.

Die Familien der Geiseln und viele ihrer Unterstützer haben Israel zu einem Waffenstillstandsabkommen aufgerufen und erklärt, dass die Zeit für eine lebendige Heimkehr der Geiseln knapp wird. Am Montag stürmten Dutzende von Angehörigen der Geiseln eine Sitzung des Parlamentsausschusses und forderten ein Abkommen, um die Freilassung ihrer Angehörigen zu erreichen.