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340 Tage Ukraine-Krieg: Wie überleben die Menschen im umkämpften Bachmut

In den vergangenen Monaten sind bei den Gefechten um die Stadt Bachmut im Osten der Ukraine tausende ukrainische und russische Soldaten getötet worden. Große Teile der Stadt sind völlig zerstört.

Die Wasser- und die Stromversorgung sind unterbrochen, und die wenigen verbliebenen Menschen kämpfen ums Überleben. Tetyana ist heute besonders inspiriert und hat viel vor. Die Frau zeigt einen SUppentopf und einen behelfsmäßigen Ofen: "Ich habe beschlossen, einen Eintopf mit Rindfleisch und Gemüse aus der Dose und eine Lauchsuppe zu kochen. Jetzt will ich - und das ist eine Premiere - Kürbis zu backen."

Tetyana versucht, all jenen zu helfen, die es sich nicht leisten können, zu Hause zu kochen, und die die Stadt nicht verlassen können.

Sie bietet eine Art Not-Apotheke, eine Wärmestube und verteilt Lebensmittel.

Bachmut (Englisch: Bakhmut) wurde in den vergangenen Tagen erneut angegriffen, als Russland versuchte, die ukrainischen Versorgungswege in die Stadt zu unterbrechen. Die Stadt liegt in der ukrainischen Oblast Donezk, die Russland eigentlich annektiert hat.

Haben die russischen Truppen Bachmut bereits eingekesselt?

Nach Angaben ukrainischer Soldaten wurden von der Ostseite des Flusses der Stadt Schüsse gemeldet, als russische Truppen in die Stadt vordrangen.

Die Gefahr, dass Bachmut eingekesselt wird, werde immer größer, da die ukrainische Armee nicht über genügend Artillerie verfüge, um die vorrückenden russischen Truppen aufzuhalten.

Zuletzt hatte Russland vor allem mithilfe der für ihre Brutalität berüchigten Wagner-Söldner das naheliegende Soledar eingenommen.