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60 Jahre nach der Veröffentlichung: "Die Verachtung" von Jean-Luc Godard kommt erneut ins Kino

"Die Verachtung" erzählt vom Scheitern einer Ehe: Camille (Brigitte Bardot) steht zwischen zwei Männern. (Bild: Studiocanal)
"Die Verachtung" erzählt vom Scheitern einer Ehe: Camille (Brigitte Bardot) steht zwischen zwei Männern. (Bild: Studiocanal)

Er zählte zu den wichtigsten Regisseuren aller Zeiten: Jean-Luc Godard, der Begründer der sogenannten "Nouvelle Vague", starb am 13. September 2022 im Alter von 91 Jahren. Mit "Die Verachtung" kommt nun einer seiner größten Filme erneut ins Kino.

Es ist ein Leckerbissen für Cineasten: "Die Verachtung", einer der größten Filme von Jean-Luc Godard, kommt erneut ins Kino. 60 Jahre nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1963 bringt Studiocanal das Ehedrama mit Brigitte Bardot und Michel Piccoli am Donnerstag, 8. Juni, erneut in ausgewählten Kinos. Unter anderem in Berlin, Dresden, Bonn, Düsseldorf, Köln, Main, Hamburg, München und Nürnberg läuft der 103-minütige Film in einer restaurierten 4K-Fassung. Am 29. Juni erscheint der Film zudem erneut als 4K UHD, Blu-ray, DVD und digital fürs Heimkino.

"Die Verachtung" (Originaltitel: "Le Mépris") ist oberflächlich betrachtet das Drama einer scheiternden Ehe: Michel Piccoli ("Belle de Jour - Schöne des Tages", "Atlantic City") spielt vor der Kulisse Capris Paul, einen Drehbuchautor in Nöten. Stilikone Brigitte Bardot ("Und immer lockt das Weib", "Viva Maria", "Die Wahrheit") ist in der Rolle seiner Ehefrau Camille zu sehen.

Im Kern ist der Film, der auf dem gleichnamigen Roman des italienischen Schriftstellers Alberto Moravia (1907-1990) basiert, aber eine bittere Abrechnung mit dem Kommerzkino und zugleich eine liebevolle Hommage an den großen deutschen Hollywood-Regisseur Fritz Lang, der sich selbst spielt. In weiteren Rollen sind der amerikanische Schauspieler Jack Palance als Jeremy und die berühmt-berüchtigte Giorgia Moll als Francesca zu sehen. Der von den Produzenten erhoffte Kassenerfolg stellte sich auf diese Weise nicht ein, dennoch gilt das Werk heute als Klassiker.

Zur Neuveröffentlichung hat der belgische Plakatkünstler Laurent Durieux ein neues Poster gestaltet, das auch die Heimkino-Versionen zieren wird.  (Bild: Studiocanal)
Zur Neuveröffentlichung hat der belgische Plakatkünstler Laurent Durieux ein neues Poster gestaltet, das auch die Heimkino-Versionen zieren wird. (Bild: Studiocanal)

Regisseur Jean-Luc Godard, der Begründer der sogenannten "Nouvelle Vague", starb am 13. September 2022 im Alter von 91 Jahren. Kurz nach seinem Tod wurde eine größtenteils handschriftliche Fassung des Drehbuchs von "Die Verachtung" für mehr als 300.000 Euro versteigert. Sie hatte der inzwischen 88-jährigen Brigitte Bardot gehört.