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64 Festnahmen am Krönungstag von König Charles III.

Am Krönungstag griff die Polizei in London hart durch. Unter anderem wurden Klimademonstranten abgeführt. (Bild: getty/Andrew Aitchison / In Pictures via Getty Images)
Am Krönungstag griff die Polizei in London hart durch. Unter anderem wurden Klimademonstranten abgeführt. (Bild: getty/Andrew Aitchison / In Pictures via Getty Images)

Während Charles III. (74) und seine Frau Camilla (75) am 6. Mai in der Westminster Abbey gekrönt wurden, hatten die Sicherheitskräfte alle Hände voll zu tun, damit die Großveranstaltung reibungslos verlaufen konnte. Die "Daily Mail" berichtet von 64 Festnahmen und beruft sich dabei auf die Metropolitan Police.

Verschwörung, sexuelle Übergriffe, Körperverletzung

Bereits im Vorfeld hatte die Londoner Polizei ein striktes Vorgehen und eine niedrige Toleranzschwelle angekündigt. Noch bevor sich das Königspaar mit der Kutsche auf den Weg zur Kirche gemacht hatte, waren erste Demonstranten der Anti-Monarchie-Gruppe "Republic" sowie der Organisation "Just Stop Oil" im Londoner Zentrum abgeführt worden. Die Bilanz lautet nun: 14 Personen wurden wegen Landfriedensbruch verhaftet, 32 wegen Verschwörung für ein öffentliches Ärgernis. Zudem gab es Festnahmen wegen des Verdachts auf sexuelle Übergriffe, Körperverletzung und Waffenbesitzes.

Mit Alarmsignalen sollten Pferde erschreckt werden

Caroline Russell, die Vorsitzende des Londoner Polizei- und Verbrechensausschusses, nannte einige Vorkommnisse "wirklich besorgniserregend". So sollen zwei Frauen und ein Mann Vergewaltigungsalarme in die Prozession geworfen haben, damit die Pferde scheuen. Bei einem Vorfall hatte sich ein Tier derart erschreckt, dass es fast rückwärts in die Zuschauermenge gestürzt wäre.

Die meisten Festgenommen wurden auf Kaution wieder freigelassen. Erst vier wurden bisher wegen Straftaten angeklagt, wie Scotland Yard mitgeteilt hat. Wegen ihres harten Vorgehens gegen Demonstranten steht die Polizei derweil in der Kritik. Besonders die Anti-Monarchie-Gruppe "Republic" wehrt sich öffentlich gegen die Festnahmen ihrer Mitglieder. Diese seien völlig ungerechtfertigt.