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Nach Absturz von Militärflugzeug: Kiew fordert internationale Untersuchung

Nach dem Absturz einer russischen Militärmaschine in der Grenzregion Belgorod sind die Hintergründe weiter ungeklärt. Die Version aus Moskau, wonach ukrainische Gefangene an Bord waren und nun tot sind, hat Kiew nicht bestätigt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte in seiner abendlichen Ansprache eine Aufklärung mit internationaler Unterstützung. Der Militärgeheimdienst HUR versuche derzeit mehr über das Schicksal der Kriegsgefangenen zu erfahren.

Er habe zudem seinen Außenminister Dmytro Kuleba angewiesen, ausländische Partner mit allen Informationen zu versorgen, die der Ukraine zur Verfügung stünden. „Unser Staat wird auf eine internationale Aufklärung bestehen“, betonte Selenskyj. Es sei offensichtlich, "dass die Russen mit dem Leben von ukrainischen Gefangenen, mit den Gefühlen ihrer Angehörigen und mit den Emotionen unserer Gesellschaft spielen".

Russland ruft UN-Sicherheitsrat an

Unterdessen will der UN-Sicherheitsrat, auf Antrag Moskaus, eine Dringlichkeitssitzung zu dem Vorfall abhalten.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, Russland sei nicht besorgt, wenn ausländische Medien die Details des Absturzes nicht glauben würden.

Angriffe auf Osten der Ukraine

Derweil sind bei einem russischen Raketenangriff in der Ostukraine offiziellen Angaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. In der Stadt Hirnyk, in der Region Donezk, seien neun weitere verletzt worden, teilte die ukrainische Polizei mit. Unter den Verletzten seien zwei Teenager.

In Charkiw wurde Luftalarm ausgelöst, wo zwischenzeitlich Explosionsgeräusche zu hören waren. Auch aus der südukrainischen Region Odessa wurde am Abend Beschuss gemeldet. Laut Behördenangaben schlugen russische Kampfdrohnen in ein Wohngebiet ein, wodurch mindestens zwei Menschen verletzt worden seien.