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Anna Schudt: Darum freut sie sich so sehr über ihren runden Geburtstag

Besonderer Moment in ihrer Karriere: 2018 konnte Anna Schudt einen International Emmy Award in New York entgegennehmen. (Bild: lev radin/Shutterstock.com)
Besonderer Moment in ihrer Karriere: 2018 konnte Anna Schudt einen International Emmy Award in New York entgegennehmen. (Bild: lev radin/Shutterstock.com)

Egal ob als Kommissarin, als Gaby Köster oder aktuell als Hebamme: Anna Schudt (50) überzeugt in jeder Rolle und ist aus der deutschen TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Als Theaterschauspielerin in München gestartet, steht sie inzwischen seit mehr als 20 Jahren vor der Kamera und wirkte in vielen Filmen und Serien mit. Von 2012 bis 2022 verkörperte sie im Dortmunder "Tatort" die Ermittlerin Martina Böhnisch - bis sie sich für den Ausstieg entschied, um wieder mehr Zeit für andere Projekte zu haben. Denn die Schauspielerin hat noch viel vor und genießt es, mitten im Leben zu stehen.

Loblied auf den 50. Geburtstag

Im "Kölner Treff" hielt sie kürzlich eine flammende Lobrede auf die 50: "Ich finde es den Wahnsinn. Was alles schon passiert ist. Ich finde, mit 50 haben wir so viel gemacht, gefeiert, gekämpft, genossen, geliebt, gelitten, gelebt." Weiter meinte die Wahl-Düsseldorferin: "Ich fühle mich so auf dem Berg, ich muss nichts mehr aufbauen, ich muss keine Kinder mehr kriegen, ich bin immer noch körperlich fit, ich kann reisen, meine Freunde sind am Leben, ich kann das alles so genießen." Sie sei jedenfalls sehr "neugierig, was noch alles passiert" und finde "das einfach wahnsinnig aufregend".

Beruflich konnte sie sich bereits auf vielen Ebenen verwirklichen und schwärmte gerade davon, dass sie den "besten Beruf" habe. Schon während des "Tatorts" machte Anna Schudt immer wieder "Ausflüge" zu anderen aufsehenerregenden Produktionen. Im Film "Die Bürgermeisterin" aus dem Jahr 2022 spielte sie etwa eine ehrenamtliche Oberbürgermeisterin, die ins Visier der rechten Szene gerät und sich angesichts der immer stärker werdenden Bedrohungen gegenüber ihrer Familie schließlich die Frage stellen muss, ob ihr Engagement das alles wert ist. Im selben Jahr war sie im Film "Laufen" zu sehen, für den sie zur Vorbereitung neben Jogging-Ausdauer auch das Cello-Spielen fleißig übte. Auch diese Produktion regte zum Nachdenken an: Schudt verkörperte eine Frau, die durch den Selbstmord ihres Lebensgefährten aus der Bahn gerät und sich wieder zurück ins Leben kämpfen muss.

Einen besonderen Höhepunkt in ihrer Karriere erlebte Anna Schudt 2018: Sie erhielt in New York den International Emmy Award als beste Schauspielerin für ihre Rolle in der Biografie-Verfilmung "Ein Schnupfen hätte auch gereicht". Darin spielte sie die Komikerin Gaby Köster (62), die 2008 einen schweren Schlaganfall erlitten hat. "Gaby, wir haben es endlich nach New York geschafft", rief Schudt bei der Verleihung in Richtung der im Publikum sitzenden Komikerin. "Ich liebe dich so sehr."

Seit 2010 verheiratet

Apropos Liebe: Während sie sich beruflich nicht gerne auf eine Rolle festlegt, weshalb sie einst nach einer Staffel bei der ZDF-Serie "Der Kriminalist" wieder ausstieg, hat sie sich privat längst gebunden. Seit 2010 ist sie mit ihrem Kollegen Moritz Führmann (45) verheiratet, mit dem sie auch immer wieder zusammen vor der Kamera oder auf der Bühne steht. Bei der Arbeit lernten sie sich auch kennen und lieben, als sie im Stück "Anna Karenina" am Düsseldorfer Schauspielhaus Bruder und Schwester spielten. Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne.

Ihren ältesten Sohn, der aus einer früheren Beziehung stammt, bekam Anna Schudt mit Mitte 20. Eine lange Baby-Pause gönnte sie sich nicht. Sie habe schnell wieder gearbeitet, um nicht "vergessen" zu werden, erzählte sie im "Kölner Treff". Erst jetzt, viele Jahre später, merke sie, wie schwierig es gewesen sei, Kinder und Karriere zu vereinbaren. Gelungen sei das vor allem dank ihrer Mutter und Schwiegermutter, die unzählige Stunden die Babys am Set auf dem Arm geschunkelt hätten.

Der Lohn für die herausfordernden Jahre: Anna Schudt zählt heute zu den profiliertesten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen - und kann wohl auch deshalb so entspannt in ihre Zukunft blicken. Zu der gehört eine neue ARD-Serie mit dem Titel "Hundertdreizehn", die die Geschichte von sechs Menschen erzählt, die durch einen schweren Verkehrsunfall verbunden sind. Laut des Regisseurs Rick Ostermann soll das Projekt noch in diesem Jahr gedreht werden. Aktuell ist die Schauspielerin als erfahrene Hebamme Anna in der sechsteiligen Serie "Push" zu sehen (letzte Folgen am Sonntag, 24. März, 20:15 Uhr, bei ZDFneo und sowie in der ZDF-Mediathek).