Arkansas: Vierte Hinrichtung in acht Tagen

Im US-Bundesstaat Arkansas ist der vierte Häftling innerhalb von acht Tagen hingerichtet worden. Der verurteilte Mörder Kenneth Williams sei am Donnerstagabend durch die Giftspritze getötet worden, berichtete die Zeitung Arkansas Online unter Berufung auf einen Gefängnissprecher. Versuche seiner Anwälte, in letzter Minute einen gerichtlichen Aufschub zu bekommen, waren zuvor gescheitert.

Bereits Anfang der Woche waren zwei zum Tode Verurteilte mit der Giftspritze hingerichtet worden.

Die Exekutionen sind Teil einer geplanten Serie.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, wollte ursprünglich binnen elf Tagen acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam abläuft. Hutchinson hatte deshalb per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet. Vier der geplanten Exekutionen wurden aber von Gerichten gestoppt.

Die US-Behörden haben Nachschubprobleme mit den Wirkstoffen, weil einige Hersteller ihre Mittel nicht mehr für Exekutionen zur Verfügung stellen wollen.

Williams Hinrichtung war um mehrere Stunden verschoben worden, um dem höchsten US-Gericht die Gelegenheit zu geben, mehrere Gnadengesuche von Williams zu prüfen. Unter anderem hatten seine Anwälte argumentiert, der Todeskandidat solle aufgrund seiner geistigen Behinderung nicht hingerichtet werden.

Williams, der bereits eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verbüßte, war 1999 aus dem Gefängnis ausgebrochen und hatte einen Mann erschossen.

Nach #Hinrichtung in #Arkansas: Bundesregierung will weiter für Ächtung der Todesstrafe kämpfen https://t.co/dEkrhio0G5— FAZ Politik (@FAZ_Politik) 21 avril 2017

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