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Australien: Paar überlebt drei Tage auf Stand-Up-Boards

Dieser Ausflug wäre fast tödlich ausgegangen. Ein australisches Paar überlebte drei Tage lang auf ihren Stand-Up-Boards, nachdem sie abgetrieben worden waren.

Auch bei einer romantischen Kulisse sollte man beim SUP-Fahren die Orientierung nicht verlieren. (Symbolbild: Getty)
Auch bei einer romantischen Kulisse sollte man beim SUP-Fahren die Orientierung nicht verlieren. (Symbolbild: Getty)

Es war reiner Zufall, dass Lorne Benussi die Rufe hörte. Eigentlich hatte sich der Australier gerade zum Schlafen hingelegt, erschöpft von einem langen Angeltrip mit seinem Vater. Die beiden waren für die Nacht vor Anker gegangen und Benussi war gerade am Einschlafen, als ihn Schreie weckten, erzählte er dem "Guardian". Im Licht seiner Taschenlampe entdeckte er zwei Menschen, die im Wasser trieben und die eine unglaubliche Geschichte hinter sich hatten.

Rettung in letzter Minute

Das Pärchen wurde von Benussi und seinem Vater an einer Sandbank in Yellow Patch vor Curtis Island gesichtet. Mit dem Beiboot eilten die beiden Angler den Hilfesuchenden zur Rettung und zogen sie aus dem sturmgepeitschten Wasser. "Sie sind einfach zusammengebrochen, sie konnten sich kaum noch bewegen", schildert der Retter die dramatische Situation.

An Bord konnten sie dann mit Wasser und Elektrolyte versorgt werden. Erst am nächsten Morgen gelang es den Benussis, die Küstenwache zu verständigen und das Paar endgültig in Sicherheit zu bringen. Vorangegangen war eine dreitägig Tortur auf See. Denn das Paar aus Brisbane war bei einer Stand-Up-Paddeltour abgetrieben. Gut 55 Kilometer weit von ihrem Fundort entfernt hatten sie sich für einen Campingtrip auf einer Insel aussetzen lassen und sich dann mit den SUP-Boards aufs Wasser gewagt. Dabei hatten sie offensichtlich die Strömung unterschätzt und waren aufs offene Meer gezogen worden.

"Die beiden können sich wirklich glücklich schätzen"

Ein Tourveranstalter bietet das Insel-Abenteuer auf der abgelegenen North West Island an. So etwas sei aber noch vorgekommen, versicherte Adam Balkin, Besitzer von "Curtis Ferry Services" gegenüber dem "Guardian". Der Retter der beiden war sich sicher, dass sie unglaubliches Glück hatten, drei Tage lang in den Haifisch verseuchten Gewässern überlebt zu haben. "Wären sie weg von der Küste getrieben, wäre dies eine ganz andere Geschichte", so Benussi. Sie hätten ihm erzählt, dass mehrfach Boote an ihnen vorbei gefahren seien, ohne ihre Hilferufe zu bemerken. Nachdem sie auch noch die beiden Boards verloren hatten, war ihre Überlebenschance immer geringer geworden. "Sie hätten es nicht mehr viel länger geschafft, über Wasser zu bleiben", ist sich ihr Retter sicher. "Wir haben schon einige enge Freunde da draußen auf dem Meer verloren. Die beiden können sich wirklich glücklich schätzen."

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