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Autonomes Uiguren-Gebiet von Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat am frühen Dienstagmorgen einen dünn besiedelten Teil von Chinas nordwestlicher Region Xinjiang erschüttert. Dabei wurden sechs Menschen verletzt und mehr als 120 Häuser beschädigt oder zerstört.

Das Beben war das jüngste in einer ganzen Reihe von seismischen Aktivitäten in den westlichen Regionen Chinas. Es erschütterte den Bezirk Uchturpan in der Präfektur Aksu kurz nach 2 Uhr morgens, teilte das China Earthquake Networks Center mit. Rund 200 Rettungskräfte wurden zum Epizentrum entsandt.

Von den sechs verletzten Personen erlitten zwei schwere und vier leichte Verletzungen. Außerdem stürzten 47 Häuser ein, 78 Häuser wurden beschädigt, wie die Regierung der autonomen Region Xinjiang Uygur bekannt gab. Einsätze von Bergungsmannschaften werden durch Eiseskälte und Schnee erschwert.

Nach Angaben des Instituts U.S. Geological Survey hatte das Beben eine Stärke von 7,0 und ereignete sich in der seismisch aktiven Tian-Shan-Gebirgskette. Das davor stärkste Beben in der Region im vergangenen Jahrhundert hatte eine Stärke von 7,1 und ereignete sich 1978 etwa 200 Kilometer nördlich des Bebens vom frühen Dienstag.

Es wurden mehrere Nachbeben registriert, das gewaltigste erreichte eine Stärke von 5,3.

Das ländliche Gebiet wird hauptsächlich von Uiguren bevölkert, einer türkischen Ethnie, die überwiegend muslimisch ist und Ziel einer staatlichen Kampagne der Zwangsassimilierung und Masseninhaftierung war. 2018 legalisierte China die international höchst umstrittenen Umerziehungslager für Muslime in Xinjiang nachträglich.

Erst am Montag hatte sich ein Erdrutsch in der chinesischen Provinz Yunnan im Südwesten des Landes ereignet. 20 Leichen wurden bislang geborgen, und zwei Überlebende wurden aus Gebäudetrümmern gerettet. Die Zahl der Todesopfer dort dürfte noch steigen, die Bergungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.