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Baby-Lammfell: Kuschelig – aber gefährlich?

Im Winter gibt es für Babys im Kinderwagen nichts kuscheligeres als ein Lammfell-Fußsack. Und doch ist das Lammfell als Schlafunterlage unter Eltern umstritten. Wann das Lammfell gefährlich wird und was allgemein bei der Pflege zu beachten ist.

Ein Lammfell gehört für viele Eltern zur Babyausstattung dazu.
Ein Lammfell gehört für viele Eltern zur Babyausstattung dazu. (Redphotographer via Getty Images)

Ein Lammfell gilt als DAS Must-Have für Babys im Winter. Vor allem im Kinderwagen oder Buggy liegen oder sitzen die Babys und Kleinkinder ab den ersten kalten Tagen im gemütlichen Lammfell-Fußsack.

Baby-Lammfell: Weich, warm und vielseitig

Verständlich, denn ein Lammfell ist nicht nur mollig warm, sondern auch superweich und kuschelig. Darüber hinaus hat das Fell als Naturprodukt auch temperaturregulierende Eigenschaften. Heißt: Dem Kind ist weder zu warm noch zu kalt. Gerade Neugeborene und kleine Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht halten und müssen dementsprechend je nach Wetter richtig angezogen und eingehüllt werden.

Darüber hinaus ist das Lammfell strapazierfähig, antibakteriell und schmutzabweisend. Spuckt das Baby zum Beispiel Milch, können die getrockneten Flecken ganz easy ausgebürstet werden. Wenn das Kind größer geworden ist, muss das schöne Baby-Lammfell auch nicht im Keller verstauben. Ob als Wickelunterlage, Sitzkissen oder Spielteppich ist es im Familienalltag vielseitig nutzbar. Ein weiterer Vorteil, der sogar wissenschaftlich untermauert ist: Liegen Babys öfter auf einem Lammfell, ist ihr Allergie- und Asthmarisiko reduziert.

Wann das Lammfell für das Baby gefährlich werden kann

Es gibt vor allem ein Ort, wo das Baby-Lammfell laut Experten und Kinderärzt*innen besser nicht benutzt wird: im Babybett bzw. an dem Ort, wo das Baby schläft, also etwa im Beistellbett, in der Wiege oder auch im Elternbett. Die Gründe: Zum einen kann das Fell zu einem Wärmestau führen, was ein Risiko für den Plötzlichen Kindstod (SIDS) darstellt. Zum anderen kann das Baby feine Härchen des Lammfells einatmen und daran ersticken, besonders wenn es gern auf dem Bauch schläft oder sich unbemerkt im Schlaf dreht. Deshalb sind alle Lammfelle auch mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen.

Experten()Wissen: Was bei der Atmung von Babys und Kleinkindern zu beachten ist

Baby-Lammfell richtig pflegen

Ein echtes Lammfell verlangt ein bisschen mehr Pflege als ein synthetischer Fußsack oder eine decke aus Kunstfasern. In der Regel genügt es, das Fell regelmäßig auszubürsten und zu lüften. Ab und zu sollte es aber gründlich bei einer Handwäsche gereinigt werden. Dafür nur spezielle Pflegeprodukte verwenden, die für Wolle oder für Fellkleidung geeignet sind. Je nach Gerbung, kann das Lammfell sogar in der Maschine gewaschen werden.

Baby-Lammfell: Diese Gerbverfahren gibt es

Lammfell ist nicht gleich Lammfell. Neben dem Preis und der Herkunft, sollte man beim Kauf auch auf die Gerbung des Fells achten. Je nach Verfahren gibt es hier Unterschiede:

Bei der medizinischen Gerbung kommen synthetische Gerbstoffe zum Einsatz, die das Fell typisch goldgelb färben. Diese Art von Lammfell ist meistens sehr gut verträglich und kann in der Maschine gewaschen werden.

Wer absolut keine Chemie möchte, kann sich für Baby-Lammfelle mit pflanzlicher Gerbung entscheiden. Hier werden meistens Gerbstoffe von Holz und Rinden verwendet, zum Beispiel von Akazien oder Kastanien. Pflanzlich gegerbte Felle dürfen nur per Hand gewaschen werden.

Wer ganz sicher sein will, hält beim Kauf nach Prüfsiegeln Ausschau, zum Beispiel nach dem Öko-Tex-Siegel.

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