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Unruhe wegen Alonso? „Das spürt jeder“

Vor dem Bundesliga-Gipfeltreffen mit dem deutschen Fußball-Meister FC Bayern herrscht bei Spitzenreiter Bayer Leverkusen demonstrative Gelassenheit. Geschäftsführer Fernando Carro will dem Spitzenspiel am Samstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker) bestenfalls einen wegweisenden Charakter beimessen lassen.

„Das Spiel selbst kann ein Indikator für den weiteren Saisonverlauf sein, aber eine ultimative Bedeutung sehe ich darin nicht“, beschrieb Carro in einem Bericht des Internetportals ran.de den Stellenwert des mit Spannung erwarteten Duells der momentan stärksten Mannschaften in Deutschland aus seiner Sicht.

München reist mit der Hypothek eines Rückstands von zwei Punkten nach Leverkusen. Die Rheinländer hingegen sind zwar wettbewerbsübergreifend in allen ihren 30 bisherigen Saisonspielen ungeschlagen geblieben, allerdings hat "Vizekusen" in der Vergangenheit seine sämtlichen vier bisherigen Gipfeltreffen in der Rolle des Spitzenreiters nicht gewinnen können.

Carro will allerdings auch im Falle eines Erfolgs der Mannschaft von Trainer Xabi Alonso gegen München und dadurch fünf Punkten Vorsprung die erste Meisterschaft weiterhin nicht offiziell als Saisonziel der Werkself ausrufen.

Leverkusen: Carro glaubt an Alonso-Verbleib

„Egal, wie das Spiel ausgeht: Wir werden unseren Weg weitergehen. Wir wollen das Maximale in jedem Wettbewerb“, sagte der 59-Jährige mit erkennbarem Understatement. Bayer spielt außer im Oberhaus auch noch in der Europa League (Achtelfinale) und im DFB-Pokal (Halbfinale) noch um Titel mit.

Die unklare Zukunft von Leverkusens Erfolgscoach Alonso stellt nach Carros Einschätzung angesichts des überzeugenden Engagements seines spanischen Landsmannes auf dem Trainingsplatz keinen unerwünschten Unruhefaktor dar. "Xabi ist mit vollem Herzen bei seiner Aufgabe. Das spürt jeder", meinte der Katalane.

Auch die fortwährenden Berichte internationaler Medien über Interesse von Topklubs wie Real Madrid, dem FC Barcelona oder FC Liverpool an Alonso lassen Carro derzeit offenbar kalt: „Was die Spekulationen angeht, sie sind mir doch im Erfolgsfall lieber als bei anhaltendem Misserfolg. Es bleiben Spekulationen.“