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Bayern „auf Boden der Tatsachen zurück“

Bayern „auf Boden der Tatsachen zurück“
Bayern „auf Boden der Tatsachen zurück“

Nach dem abrupten Ende ihrer Siegesserie herrschte bei Bayern Münchens Basketballern Ernüchterung pur. "Wir sind auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden", kommentierte Weltmeister Andreas Obst die 86:109-Abfuhr des Bundesliga-Tabellenführers in der EuroLeague beim zweimaligen Titelgewinner Anadolu Istanbul.

Der 27-Jährige führte den schweren Dämpfer für die Play-off-Hoffnungen des Pokalsiegers nach wettbewerbsübergreifend neun Erfolgen nacheinander offenbar auf Probleme bei der Einstellung zurück. Man habe die türkischen Gastgeber "nicht unter Kontrolle bekommen. Wir waren nicht bereit".

In seiner Analyse für die erste Niederlage der Münchner seit mehr als einen Monat (72:76 in der EuroLeague gegen Olympiakos Piräus am 1. Februar) monierte Obst mit Blick auf eine verspielte Neun-Punkte-Führung in der ersten Hälfte oder auch 35 Punkte der Hausherren alleine im dritten Viertel zahlreiche Mängel im Spiel seines Teams: "Wir waren zu sehr damit beschäftigt, zu agieren statt zu reagieren und sind ein bisschen hinterhergelaufen. Zu viele Ballverluste, die Rebounds waren okay, aber defensiv haben sie zu viele offene Würfe bekommen."

München Chancen auf die Teilnahme an den Play-offs und den vorgeschalteten Ausscheidungen mit den insgesamt besten zehn Mannschaften sind mit 16 Niederlagen bei nur zwölf Siegen nicht optimal. Dennoch bemühte sich Bayern-Coach Pablo Laso um Optimismus. "Es war sicherlich kein guter Tag für uns. Wir müssen aus diesen Fehlern lernen. Uns muss aber auch klar sein, dass wir immer noch im Play-off-Rennen sind", sagte der 56 Jahre alte Spanier.

Umso mehr hat schon das nächste Spiel der Münchner in der Königsklasse am 15. März (Freitag/20.15 Uhr/MagentaSport) gegen den litauischen Vertreter Zalgiris Kaunas mit dem ehemaligen Bayern-Trainer Andrea Trinchieri auf der Bank beinahe schon Endspiel-Charakter. "Es wird jetzt schwer", meinte Laso, "aber wir werden bis zum Ende kämpfen."