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Bayern-Insider knöpft sich Hamann vor

Die neuerliche Kritik von Dietmar Hamann in Richtung des FC Bayern und dessen Trainer Thomas Tuchel hat nun auch Michael Reschke auf den Plan gerufen.

Der frühere Technische Direktor des deutschen Rekordmeisters sagte in einem Interview mit ran.de: „Die Reaktion von Didi Hamann ist sehr populistisch, manchmal haut er Dinge raus, die dafür sorgen sollen, dass darüber gesprochen wird, dass ein bisschen Würze ins Spiel kommt.“

Reschke fügte an, er „glaube nicht, dass er das so gemeint hat. Thomas Tuchel ist für den FC Bayern ganz sicher kein Missverständnis.“

Generell kann der 66-Jährige die Debatten um Tuchel nicht nachvollziehen: „Wenn man die bisherige Saison sieht, dann geht es ja nicht nur um den Tabellenplatz der Bayern, sondern auch um das Überperformen von Bayer Leverkusen. Wenn Leverkusen eine normale Saison spielen würde, wäre Bayern mit dem Punktestand aktuell ja trotzdem Erster.“

FC Bayern: Reschke kontert Hamann-Kritik an Tuchel

„Aber dennoch gibt es auch Bauchschmerzen in München, weil die Leistungen ja schon sehr schwankend sind. Es waren viele gute Spiele dabei, die sehr gut waren, aber auch viele, die nicht Bayern-like waren“, ergänzte Reschke. „Wenn man sieht, was Tuchel in seiner Karriere erreicht hat, gibt es da keinen Zweifel. Und wenn Bayern bei ihm bleibt, werden sie auch Erfolg haben.“

Tuchel war am Wochenende während eines Fanclub-Besuchs auf eine mögliche Tätigkeit nach dem FC Bayern angesprochen worden und hatte erklärt: „Das Ausland würde mich auf jeden Fall noch mal reizen.“ Dabei verwies der 50-Jährige vor allem auf die spanische La Liga.

Bemerkenswert: Weil Tuchels Aussagen hinterher - insbesondere durch Hamann - stark aus dem Kontext gerissen wurden, hatten die Bayern dazu am Montag mit einer Pressemitteilung reagiert.

Darin hieß es: „Unser Cheftrainer Thomas Tuchel wurde am Sonntag im Rahmen eines Fanclubbesuches von den Anhängern über seine Trainerkarriere und seine bisherigen Erfahrungen im Ausland bei Paris Saint-Germain und dem FC Chelsea befragt und gab darüber im Gespräch natürlich Auskunft.“

Beantwortet habe Tuchel „allgemeine Fragen der Fans zu Spanien als Fußballland. Er sprach niemals über Xavi Hernández (hört als Trainer des FC Barcelona im Sommer auf, Anm. d. Red.) und dessen Nachfolge, wie danach fälschlich behauptet wurde. Wir werden solche unsachlichen, gegen unseren Trainer gerichteten Aussagen, die immer aus derselben Ecke kommen, nicht mehr akzeptieren.“

Die Verlautbarung der Münchner zielte dem Vernehmen nach vor allem auf Hamanns vorangegangene Aussagen ab.

Der frühere Bayern-Profi und Nationalspieler hatte in seiner Rolle als Sky-Experte über Tuchel behauptet: „Dann setzt sich der da hin und redet über Xavi, über die Nachfolge und dass er gerne mal in Barcelona oder Spanien trainieren würde. Das ist eine Frechheit“.

Hamann erklärte überdies: „Tuchel und Bayern München ist das größte Missverständnis seit Jürgen Klinsmann. Es passt nicht zusammen - und er weiß das mittlerweile auch.“