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Biden erinnert an Schicksal der Geiseln im Gazastreifen

Washington/Gaza (dpa) - Am 100. Tag des Gaza-Kriegs hat US-Präsident Joe Biden an das Schicksal der noch immer im Gazastreifen gefangen gehaltenen Geiseln erinnert. «Seit 100 Tagen leben sie in Angst um ihr Leben, ohne zu wissen, was der nächste Tag bringen wird», schrieb Biden in einer Mitteilung. Er werde nie den Kummer und das Leid vergessen, das er bei seinen Treffen mit den Angehörigen amerikanischer Geiseln erfahren habe.

Die US-Regierung gehe davon aus, dass sich unter den mehr als 100 Geiseln noch sechs US-Staatsangehörige befinden. Der Präsident erneuerte sein Versprechen, in engem Kontakt mit den Partnern in Katar, Ägypten und Israel zu bleiben, um alle Geiseln zu ihren Familien zurückzubringen.

Am 7. Oktober 2023 hatten Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen im Süden Israels ein Massaker verübt. Dabei töteten sie 1200 Menschen und verschleppten rund 240 weitere in den Gazastreifen. Israel versucht seitdem mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive, die militärische Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen. Während einer Feuerpause wurden 105 Geiseln im Gegenzug für 240 palästinensische Häftlinge freigelassen.

Nach Schätzung Israels werden noch mehr als 130 Geiseln im Gazastreifen festgehalten, von denen aber 25 nicht mehr am Leben sind. In Tel Aviv hatten am Wochenende zahlreiche Angehörige von Verschleppten bei einer Marathon-Kundgebung entschiedenere Bemühungen für deren Freilassung gefordert.