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Blockade von Paris: Frankreichs Landwirte reichen die Angebote der Regierung nicht

In Frankreich haben Landwirtinnen und Landwirte unter anderem gegen europäische Auflagen demonstriert. Die beiden größten Bauernverbände hatten zu einer Belagerung von Paris aufgerufen. Wichtige Zufahrtsstraßen der Hauptstadt wurden von Traktoren blockiert.

Eine Landwirtin sagte, dass sie davon ausgehe, dass die Bevölkerung "hinter uns steht, man hat verstanden, dass wir die Nase voll haben". Man könne keine billige Landwirtschaft betreiben. "Günstige Lebensmittel sind eine Sache, aber wir müssen auch von unserem Beruf leben können."

Die Regierung zeigte sich bereit, in den kommenden Tagen Vorschläge zur Unterstützung der Landwirte zu präsentieren.

Verkehrsbeeinträchtigungen in Hamburg

Auch in Hamburg kam es zu Bauernprotesten. Hunderte Traktoren blockierten den Verkehr in Teilen der Stadt – unter anderem auch die Zufahrt zum Hafen. Rund um den Dammtor-Bahnhof, wo eine Kundgebung stattfand, waren laut Polizeiangaben rund 550 Fahrzeuge beteiligt.

Die Demonstration stand unter dem Motto "Gegen Steuer- und Bürokratiewahn". Die Landwirte protestierten auch gegen die Subventionskürzungen der Bundesregierung.

Flandern: Streit um Stickstoff-Abkommen

Auch in Belgien gingen Bäuerinnen und Bauern auf die Straße. Bereits am Sonntag demonstrierten rund 700 Landwirte mit etwa 80 Traktoren in der Gemeinde Turnhout in Flandern gegen ein vom flämischen Parlament gebilligtes Stickstoff-Abkommen sowie europäische Landwirtschaftsgesetze.

Rund 50 Agrarkonzerne des Landes stehen wegen ihres hohen Stickstoff-Ausstoßes in der Kritik. Sie sollen ihre Schadstoff-Emissionen verringern. Das betrifft vor allem die Landwirte mit intensiver Viehzucht in der Umgebung des Naturschutzgebietes "Turnhoutse Ven" in der Provinz Antwerpen in der Nähe der niederländischen Grenze, berichtete "vrt-news".