Achtung Klimawandel!

Heiter bis wolkig


Ein Kommentar von Dipl.-Met Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sehen in den ungewöhnlich vielen Unwettern der vergangenen Wochen ein weiteres Zeichen des Klimawandels. So hieß es von Gerhard Lux, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Und weiter heißt es: Seit Anfang Juni habe der DWD an 36 von 66 Kalendertagen amtliche Unwetterwarnungen herausgeben.

Wie viele von diesen Unwetterwarnungen tatsächlich berechtigt waren, wird allerdings nicht angeführt. Ich könnte da einige Beispiele falscher Unwetterwarnungen anführen.

Es war ja fast schon nicht anders zu erwarten, dass nach den kräftigen Gewittern der letzten Wochen alsbald wieder die „Klimawandelkeule“ geschwungen wird. Da hatten wir einen zu trockenen Dezember 2013, zu trockenen Januar, Februar, März und April 2014 in Folge und nun kommt der zu nasse Juli, mit dem die Natur insgesamt wieder alles ausgleicht. Von den letzten 8 Monaten waren 6 zu trocken, einer – der Mai- brachte etwas mehr Regen als normal und der Juli rund 75 Prozent mehr Niederschlag als üblich.

Im Sommer 2003, dem heißesten und trockensten Sommer seit 1881, konnten wir noch die Schlagzeile lesen, dass nun künftig alle Sommer heißer und trockener werden würde, sogar von einer Sommer-Dürre in Deutschland war die Rede.

Im Jahr 2007 wurde sogar in den Medien vom Sahara-Sommer gesprochen: Klimaforscher Professor Mojib Latif (52), Leibniz-Institut, Kiel: „Die Wahrscheinlichkeit für einen extrem heißen Sommer steigt.“ Die Wärme und der fehlende Regen – für Professor Latif „Indizien dafür, dass die globale Erwärmung in Deutschland angekommen ist.“ Quelle: http://www.bild.de/news/2007/news/hitze-duerre-klima-1735512.bild.html

Das sei der Klimawandel hieß es damals. Nun sind wir elf Sommer danach und hatten nie wieder so einen trockenen Sommer wie 2003. Ganz im Gegenteil, die meisten Sommer nach 2003 brachten sogar mehr Regen als im langjährigen klimatologischen Durchschnitt, von einem Sahara-Sommer sind wir meilenweit entfernt. Sicherlich gibt es immer wieder mal einzelne kurze Hitzewelle, aber das ist völlig normal für einen typischen mitteleuropäischen Sommer. Die sind nun mal von der wechselhaften Art. Kühle und warme bis heiße Phasen wechseln sich rasch ab. Im Übergangsbereich gibt es Gewitter, oftmals auch Unwetter.

Zusammengefasst: 2003 war die Hitze und Trockenheit das Anzeichen für den Klimawandel, 2014 ist es nun ein zu nasser Juli-Monat? Wer soll das verstehen?

Noch gut erinnern wir uns an die zurückliegenden Winter, die teilweise massive Kältewellen nach Europa und Deutschland brachten und das wo es im Jahr 2001 noch hieß: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben", sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie. Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/winter-ade-nie-wieder-schnee-a-71456.html

Merkwürdig: Als man die Klimawissenschaftler mit den Kältewellen konfrontierte, bekam man zu hören, dass nun ein zu kalter Winter noch überhaupt nichts aussagen würde und schon gar nicht dem Klimawandel widersprechen würde.

Nun soll aber im Gegenzug EIN zu nasser Juli-Monat schon wieder zur Begründung des Klimawandel herhalten?

Das Wort Klimawandel wird überstrapaziert. Das Klima der Erde war schon immer im Wandel und das es die Erde gibt. Ich bestreite nicht, dass die weltweite Temperatur im globalen Mittel angestiegen ist, kritisiere aber den ständigen Alarmismus unserer Klima-Experten, sei es an den Universitäten oder beim Deutschen Wetterdienst.

Wer nimmt dieses hin und her noch ernst? Nachdem es dann mit den Winter ohne Eis und Schnee nichts wurde, wurde 2010 als Begründung die „Atempause der Klimaerwämung“ aus dem Hut gezaubert. Quelle: http://www.fr-online.de/panorama/interview-mit-mojib-latif--erwaermung-macht-eine-art-atempause-,1472782,2903812.html

Es drängt sich immer mehr der Gedanke auf, dass die Wissenschaft hier noch ziemlich im Dunkeln stochert. In den Augen der Bevölkerung stellt dieses hin und her sowie das ständige „Fähnchen in den Wind hängen“ nicht gerade Kompetenz da. Da verwundert es nicht, dass viele Menschen das alles nicht mehr wirklich ernst nehmen.

Ich weiß ja, dass man irgendwie seine Forschungsgelder rechtfertigen muss, aber ich fordere trotzdem von den führenden Klimaexperten mehr Sachlichkeit und Ernsthaftigkeit. Man fragt sich langsam wirklich, wer hier wem folgt: Das Klima den Prognosen oder die Prognosen dem Klima.