Kälte und Eis statt Klimaerwärmung

Auf den Frühling können wir wohl noch lange warten (Bild: dpa)
Auf den Frühling können wir wohl noch lange warten (Bild: dpa)

Von wegen Klimaerwärmung! Eigentlich sollten schon frühlingshafte Temperaturen herrschen, doch Schnee, Eis und Kälte haben Deutschland weiterhin fest im Griff. Folgt auf einen langen Winter jetzt auch noch ein mieser Sommer?

Der März ist mehr als zur Hälfte vorbei, der Winter ist aber weiterhin mit Macht am Werk. In Berlin, Hamburg und Frankfurt wurden vergangene Woche die höchsten Schneedecken dieses Winters gemessen und der März ist bisher deutschlandweit rund 3,4 Grad kälter als im langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010.

Nun stellt Wetterexperte Dominik Jung die Klimaerwärmung in Frage: „Ich glaube nicht, dass es immer wärmer wird.“

Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net): „Die Winter sind nachweislich wieder kälter geworden. Die Klimaexperten prophezeiten uns im Jahr 2000, dass es Winter mit Eis und Schnee in Deutschland nicht mehr geben würde. Dass das falsch ist, belegen die aktuellen Fakten und in vielen Regionen ein aktueller Blick aus dem Fenster!”

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Konkret heißt das: Der meteorologische Winter 2012/2013 (Dezember bis Februar) war um 0,5 Grad kälter als im langjährigen Mittel der vergangenen 30 Jahre (1981 bis 2010). Dieser Durchschnitt liegt nämlich bei plus 0,8 Grad Celsius. Der Winter 2012/2013 hatte im landesweiten Schnitt nur plus 0,3 Grad.

Auch die anderen Winter sind viel kälter als der so Durchschnitt gewesen:

  • 2008/2009 minus 0,2 Grad (um 1 Grad kälter als das Mittel)

  • 2009/2010 minus 1,2 Grad (2 Grad kälter)

  • 2010/2011 minus 0,5 Grad (1,3 Grad kälter)

  • 2011/2012 plus 0,7 Grad (0,1 Grad kälter)

Wetter-Experte Jung weiß: „Mit dem aktuellen Winter sind nun fünf Winter in Folge kälter als das langjährige Mittel ausgefallen!“ Und weiter: „Vor einigen Jahren erklärten das einige mit der so genannten Atempause der Klimaerwärmung. Diese Atempause hält aber nun schon fünf Jahre an und ich bin gespannt, wie lange sie das noch tun wird.“

Wie geht es im Sommer weiter?

Übrigens sollten auch die Sommer in Deutschland laut etlichen Klimaprojektionen immer heißer und trockener werden. Die Realität sieht anders aus: Von den letzten zehn Sommern war nur einer zu trocken und das war 2003. „Sonst waren alle Sommer durchschnittlich bzw. deutlich zu nass – daran werden sich sicher viele von uns erinnern.“

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Jung: „Das Klima verändert sich, das stelle ich nicht in Frage, aber ich sage nicht, dass es prinzipiell immer und überall wärmer wird.“ Deutlich zu spüren ist allerdings die Zunahme von extremem Wetter wie Wirbelstürme, Trockenheit oder wie jetzt viel Schnee und Eis im März.

Warum stehen die Klimaprognosen auf wackligen Beinen?

Dominik Jung erklärt sich das so: „Die bisherigen Modelle zur Klimaerwärmung hängen hauptsächlich von zwei bis drei Hauptfaktoren wie beispielsweise dem CO2-Gehalt in der Atmosphäre ab. Doch sobald beispielsweise ein Vulkanausbruch oder andere unplanmäßige Ereignissen dazwischen kommen, ist jede Berechnung schon wieder hinfällig. Eine Klimaprognose für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte steht in der Regel auf sehr wackligen Beinen“

Es wird außerdem viel Geld mit der so genannten „Klimaerwärmung“ verdient. Dabei lassen sich verlässliche Prognosen beim Wetter nicht einmal mehr als 10 Tage im voraus machen. Bei Jahreszeitentrends sind maximal 3 Monate möglich und selbst die sind dann unsicher.

„Sicher ist nur eins: Seit es die Erde gibt, hat sich das Klima immer wieder zum Teil grundlegend verändert und sich an die neuen Begebenheiten angepasst. Diese 'neue Begebenheit' heißt seit dem 19. Jahrhundert 'Industrialisierung'. Und auch daran wird sich die Erde mit ihrem Klima wieder anpassen - ob es dem Mensch passt oder nicht“ erklärt Diplom-Meteorologe Jung.

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