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Wahlen in Russland: Boris Nadeschdin darf nicht gegen Putin antreten

Die russische Wahlkommission hat den Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin von der Kandidatur bei den kommenden Präsidentschaftswahlen ausgeschlossen. Dagegen will er Berufung einlegen.

Der Politiker sagt, er habe mehr als 100.000 Unterschriften eingereicht, die gesetzlich vorgeschrieben sind, um kandidieren zu dürfen. Nach Angaben der Wahlkommission seien aber 9.147 der Unterschriften ungültig.

Hinter mir stehen Hunderttausende von russischen Bürgern, die für mich unterschrieben haben.

"Wir haben viel mehr Unterschriften gesammelt, als wir hierher gebracht haben. Hinter mir stehen 45.200 Menschen, die auf mein Wahlkonto gespendet haben, das Sie schließen wollen. 45.200 Menschen haben 102 Millionen Rubel gespendet. Das hat es in der Geschichte der russischen Wahlen noch nie gegeben", sagte Nadeschdin.

Der 60-jährige Präsidentschaftskandidat setzt sich gegen den Krieg in der Ukraine ein. Die Menschen haben Schlange gestanden, um ihm ihre Unterschriften zu geben.

Die Menschen in Russland standen Schlange, um Nadeschdin ihre Unterschriften zu geben.
Die Menschen in Russland standen Schlange, um Nadeschdin ihre Unterschriften zu geben. - AP

Eine weitere Kandidatin und Kriegsgegnerin, Jekaterina Duntsowa, wurde ebenfalls wegen fehlerhafter Unterlagen abgelehnt.

Damit dürfte einer weiteren, 7-jährigen Amtszeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin nichts im Weg stehen. Die Präsidentschaftswahlen sind für den 15. bis 17. März angesetzt.