Werbung

Cathy Hummels spricht in BR-Talk über ihre Scheidung: "Die Phase davor war relativ krass"

Im BR-Talk "Ringlstetter" sprach Cathy Hummels über Anfeindungen, Depressionen und ihre Scheidung. (Bild: BR)
Im BR-Talk "Ringlstetter" sprach Cathy Hummels über Anfeindungen, Depressionen und ihre Scheidung. (Bild: BR)

Depressionen, Anfeindungen, Scheidung: Im BR-Talk "Ringlstetter" ließ Cathy Hummels kaum ein heikles Thema aus. Nur als es um Instagram-Fotos ihres Sohnes Ludwig ging, hielt sich die Influencerin und Moderatorin bedeckt. Indes stellte sie fest: "Ich polarisiere, weil ich eine Meinung habe."

Mit 700.000 Followern bei Instagram zählt sie zu Deutschlands reichweitenstärksten Influencerinnen. Schaden kann es ja aber trotzdem nicht, auch mal dem vorwiegend analog sozialisierten TV-Publikum des Bayerischen Fernsehens zu erklären, was sie beruflich den ganzen Tag macht. "Aus was besteht dein Alltag?", übernahm am Donnerstagabend Hannes Ringlstetter den Job des Vermittlers zwischen Zuseherschaft und Internetstar. "Ganz normale Sachen", kam die schlichte Replik der 35-Jährigen.

Dass sie die Trennung von Privatleben und Beruf nahezu aufgelöst habe, bestätigte Hummels im BR-Talk "Ringlstetter": "Das, was ich mache, auch auf meinem Instagram-Kanal, das bin ich. Das ist der Mensch Cathy Hummels. Deswegen überschreiten Menschen, die mich anfeinden, eine Grenze." Auch halte sie nicht "24/7 auf mich drauf", sondern nur dann, wenn sie Lust dazu habe. "Ich hab' halt meistens Lust." Außerdem habe sie den Eindruck, dass ihre Beiträge in den sozialen Medien "inspirierend" für andere seien.

"Es ist eine Entscheidung, die man für das Kind trifft." - "Das stimmt."

"Ich würde schon sagen, dass ich mich von normalen Influencern unterscheide", bekräftigte Hummels. Als einzige Erwerbsquelle sei es "echt ein krasser Job". Sie hingegen arbeite auch als Moderatorin ("Love Island", "Kampf der Realitystars"). Dazu sei sie Unternehmerin, habe in diverse Start-ups investiert. Mutter zu sein, sei hingegen "eigentlich kein Job, aber eine Lieblingsrolle".

Ringlstetters Komoderatorin Carolin Matzko wollte es nicht unkommentiert stehen lassen und warf ein: "Es ist eine Entscheidung, ob man, wenn ein Kind zur Lebensrealität gehört, dieses Kind in die öffentliche Welt mit einbezieht oder nicht. Das ist eine Entscheidung, die man für das Kind trifft."

"Das stimmt", bestätigte Cathy Hummels knapp, womit das potenziell kontroverse Gesprächsthema dann aber leider auch schon beendet war. Unter anderem der Kinderschutzbund rät Eltern dringend davon ab, Fotos ihrer Kinder in den sozialen Netzwerken zu teilen. Mobbing und pädophil motivierter Missbrauch der Bilder können die Folge sein. Hummels hat sich entschieden, Fotos ihres Sohns Ludwig (5) bei Instagram zu teilen.

Cathy Hummels über Shitstorms: "Ein bisschen profitiere ich auch davon"

Gastgeber Ringlstetter thematisierte stattdessen die allgemeine mediale Wirkung seines Gastes. "Hast du eine Ahnung, was so polarisiert an dir?" Hummels hat tatsächlich eine Theorie: "Ich polarisiere, weil ich hab ne Meinung", ist sie überzeugt. Sie trage "zwei Persönlichkeiten" in sich, eine eher nachdenkliche und eine "super extrovertierte". Auch ist ihr nicht entgangen, dass es viel Kritik an freizügigen Aufnahmen gibt. "Ich glaube, dass das für die eine oder andere ein bisschen befremdlich ist und die sich denken: 'Was macht sie denn da schon wieder? Kann sie nicht mal den Reißverschluss zumachen? Da denke ich mir: Nee, kann sie nicht. Warum muss ich hochseriös sein, um eine seriöse Message zu senden?" Zugleich räumte sie ein: "Ein bisschen profitiere ich auch davon, weil über mich wird geredet."

Zu Herzen nimmt sich Hummels Shitstorms und Hass nach eigener Auskunft nicht mehr. Nach überstandenen Depressionen und allem, was sie mit ihren 35 Jahren sonst schon erlebt habe, könne ihr nicht mehr viel etwas anhaben. "Wenn andere Menschen dich mobben, ist das deren Problem. Wie frustriert muss man sein?" Angst, dass die Depressionen zurückkommen, habe sie auch nicht mehr. Sogar die Scheidung von Fußballprofi Mats Hummels im Dezember des vergangenen Jahres habe sie letztlich gut überstanden.

"Die Phase davor war schon relativ krass", räumte sie ein. "Aber gar nicht psychisch, es ist mehr in den Körper gegangen." Inzwischen kenne sie jedoch "Tools", die ihr helfen würden, solche Situationen zu meistern. "Wenn ich merke, dass ich akute Druckphasen habe, baue ich mir meine kleine Welt auf und bin glücklich in der." Dies sei auch der Grund, warum sie so viel Privates von sich preisgebe: Das Gefühl, nicht mehr zu können, trage jeder in sich. "Es ist wichtig, dass man drüber spricht."