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Christopher Nolan: "Man soll nicht alles in 'Tenet' verstehen"

In "Late Show" von Stephen Colbert äußerte sich "Oppenheimer"-Schöpfer Christopher Nolan (Bild) zu "Tenet" und der Frage, ob er selbst alles darin verstehe. (Bild: 2024 Getty Images/Kevin Winter)
In "Late Show" von Stephen Colbert äußerte sich "Oppenheimer"-Schöpfer Christopher Nolan (Bild) zu "Tenet" und der Frage, ob er selbst alles darin verstehe. (Bild: 2024 Getty Images/Kevin Winter)

Christopher Nolan ist bekannt dafür, in seinen Filmen sehr komplexe Geschichten zu erzählen. Über "Tenet" (2020) zerbrachen sich etliche Fans den Kopf. Das sei auch gut so, wie der Regisseur nun in einem Interview betonte.

Christopher Nolan ist ein Spezialist für komplexe Actionfilme. Seit "Tenet" 2020 in die Kinos kam, zerbrechen sich Fans den Kopf über die Handlung auf mehreren Zeitebenen - eine Spezialität des Regisseurs. Am Mittwoch rechtfertigte der 53-Jährige in der Late Show mit Stephen Colbert die Vielschichtigkeit des Zeitreise-Thrillers.

"Manche Leute sagen, sie verstehen 'Tenet' nicht. Verstehen Sie alles in 'Tenet'?", fragte Moderator Colbert. Der Regisseur antwortete: "Man soll nicht alles in 'Tenet' verstehen." Es sei nicht alles nachvollziehbar. "Das ist ein bisschen so, als würde man mich fragen, ob ich weiß, was mit dem Kreisel am Ende von 'Inception' passiert", erklärte er weiter.

Warum sich Christopher Nolan nicht zu Fan-Theorien äußert

Zu Fan-Theorien zu seinen Filmen will sich Nolan ohnehin nicht mehr äußern: Vor einigen Jahren sei er bei den Filmfestspielen in Venedig gewesen, um dem allerersten Publikum seinen Film "Memento" (2000) zu präsentieren. Auf der anschließenden Pressekonferenz sei er nach seiner Interpretation des Endes gefragt worden: "Ich sagte: 'Nun, das Wichtigste ist, dass es zweideutig ist, dass man es nicht wissen kann, aber ja, was ich denke, ist blah, blah, blah'", erinnerte sich Nolan. Sein Bruder habe ihn anschließend kritisiert: "Er nahm mich danach beiseite und sagte: 'Das darfst du nie wieder tun.'"

"Ich versuche, beim Schreiben nicht an Schauspieler zu denken"

Nolans Biopic "Oppenheimer" über den "Vater der Atombombe" J. Robert Oppenheimer ist für stolze 13 Oscars nominiert. Cillian Murphy kann unter anderem auf eine Auszeichnung als bester Hauptdarsteller hoffen. Obwohl "Oppenheimer" nicht die erste filmische Zusammenarbeit zwischen Nolan und Murphy war, habe er das Biopic nicht speziell mit diesem Schauspieler im Hinterkopf geschrieben, wie Nolan nun verriet: "Ich versuche, beim Schreiben nicht an Schauspieler zu denken, weil ich nicht einschränken will, was die Figur sein könnte, und wenn man an einen Schauspieler denkt, denkt man an etwas, das er schon getan hat."

Der Filmemacher fuhr fort: "Als wir dann fertig waren, lag die Buchvorlage 'American Prometheus' auf meinem Schreibtisch und da war dieses Bild von Oppenheimer mit seinen unglaublichen Augen und diesem unglaublichen Blick. Ich dachte nur: 'Ja, ich weiß, wer das machen kann.'"