Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages

Yahoo Redaktion
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Wie viele Corona-Infizierte gibt es in Deutschland? Wie entwickeln sich die Zahlen in anderen Ländern? Welche Corona-Maßnahmen werden beschlossen? Das Coronavirus hat weltweit gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen des heutigen Tages im Überblick.

Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages. (Symbolbild: Getty)
Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages. (Symbolbild: Getty)

Die aktuellen Corona-Zahlen:

  • Weltweit: Über 61,1 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 1,4 Millionen; genesen: über 39,1 Millionen) - Quelle für alle Zahlen in diesem Abschnitt: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 1 Million (Todesfälle: über 15.600; genesen: über 691.000)

  • Am schwersten betroffen sind die USA mit über 12,8 Millionen Infizierten (Todesfälle: über 263.000; genesen: über 4,8 Millionen)

Die aktuellen Corona-Meldungen aus Deutschland:

Corona-Tests für gefährdete Gruppen sollen ausgebaut werden

Angesichts weiter hoher Infektionszahlen soll der Einsatz von Corona-Tests vor allem für gefährdete Gruppen ausgebaut werden - auch mit Schnelltests. Ziel sei, «umfassender und einfacher» insbesondere Personengruppen ohne Symptome zu testen, «bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint», heißt es in einem neuen Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. Das gelte zudem für Menschen mit hoher Gefahr, dass sie oder andere in ihrem Umfeld bei einer Infektion besonders gefährdet wären. Für Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland sollen Tests nicht mehr gratis sein.

Die Neuregelungen sollen am kommenden Dienstag (1. Dezember) in Kraft treten. Konkret soll unter anderem klargestellt werden, dass man für Tests nach einer Warnung über die Corona-App nicht gesondert vom Arzt oder Gesundheitsamt als «Kontaktperson» festgestellt werden muss. Die Verordnung soll zudem aufschlüsseln, in welchen Konstellationen man als Kontaktperson gilt und sich nach ärztlicher Anordnung auch ohne Symptome testen lassen kann - etwa bei engem Kontakt von mindestens 15 Minuten zu einem Infizierten in den letzten zehn Tagen.

Gelten soll dies auch, wenn man durch Nähe zu einem Infizierten «mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen auch bei größerem Abstand ausgesetzt war» - bei Feiern, gemeinsamem Singen oder Sport in Innenräumen. Genannt werden zudem Menschen, die mit einem Infizierten für mehr als 30 Minuten «in relativ beengter Raumsituation oder einer schwer zu überblickenden Kontaktsituation» waren - etwa in Schulklassen und bei Gruppenveranstaltungen, heißt es in dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst berichtete das Nachrichtenportal «ThePioneer» (Freitag) darüber.

Bund weitet Corona-Finanzhilfen aus

Der Bund weitet seine Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige aus, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind.

Für Dezemberhilfen sind mindestens 15 Milliarden Euro eingeplant - die Zuschüsse sind vor allem für Betriebe etwa aus der Gastronomie vorgesehen, die wegen der Verlängerung des Teil-Lockdowns bis kurz vor Weihnachten schließen müssen.

Zugleich werden bisher bis Jahresende befristete Überbrückungshilfen bis Ende Juni 2021 verlängert, wie das Finanz- und das Wirtschaftsministerium mitteilten. Das sind Zuschüsse vor allem für kleine und mittlere Firmen, die in der Corona-Krise generell hohe Umsatzeinbrüche haben.

Bei dieser «Überbrückungshilfe III» werden die Höchstsummen deutlich erweitert. Im Bundeshaushalt 2021 sind für die Finanzhilfen insgesamt fast 40 Milliarden Euro eingeplant.

Die Bundesregierung kündigte außerdem an, Firmen stärker zu helfen, die bisher keinen Zugang zu den November beziehungsweise Dezemberhilfen haben.

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Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Marke von einer Million überschritten.

Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 806 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden (Stand: 27.11., 00.00 Uhr). Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 1.006.394, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Viele Infektionen dürften aber unentdeckt geblieben sein, auch weil viele Menschen keine oder kaum Symptome entwickeln. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.648 ans RKI übermittelten Fällen zuletzt ein Höchststand bei den täglichen Neuinfektionen erreicht worden.

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Nach Landkreis Hildburghausen Deutschlands Hotspot Nummer zwei: Ausgangsbeschränkungen in Passau

Die Stadt Passau verhängt angesichts der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen strenge Ausgangsbeschränkungen. Sie sollten am Samstag beginnen und zunächst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) am Freitag ankündigte. Passau hatte am Freitag nach Angaben des Robert Koch-Institutes einen Corona-Inzidenzwert von knapp 440 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen erreicht.

Passauer dürfen ihre Wohnung dann nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Die Polizei werde das Einhalten der Beschränkungen kontrollieren, betonte Dupper. "Die triftigen Gründe sind glaubhaft zu machen."

Versammlungen aller Art werden auf eine Teilnehmerzahl von höchstens zehn und eine maximale Dauer von einer Stunde beschränkt. Dabei herrscht strenge Maskenpflicht. Auch in Gottesdiensten müssen die Kirchgänger an ihren Plätzen Masken tragen.

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Weihnachtslockerungen in Thüringen unter Vorbehalt

Ob es in Thüringen Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen an Weihnachten und Silvester geben wird, ist nach Angaben der Landesregierung noch nicht abschließend entschieden. Man strebe sie zwar an und sehe solche Lockerungen derzeit auch vor, sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Freitag in Erfurt in einer gemeinsamen Sitzung des Bildungs- und Sozialausschuss des Thüringer Landtages. Ob diese Lockerungen dann auch zugelassen werden könnten, sei aber abhängig davon, wie sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Thüringen in den nächsten Woche entwickele. "Am Ende werden wir uns in vier Wochen wiedersehen und entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden müssen", sagte Werner.

Sie verwies darauf, dass andere Bundesländer bereits angekündigt haben, die möglichen Lockerungen gar nicht oder nur teilweise umzusetzen. Berlin beispielsweise hat bereits angekündigt, die Weihnachtslockerungen gar nicht umzusetzen, weil die Infektionszahlen sehr hoch sind.

In der Videokonferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch hatten sich die Teilnehmer darauf geeinigt, die Kontaktbeschränkungen ab dem 1. Dezember zunächst zu verschärfen. Es dürfen sich ab diesem Datum nur noch bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen, Kinder im Alter unter 14 Jahren werden bei der Zählung nicht miteingerechnet. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar sollen sich dagegen bis zu zehn Menschen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" treffen dürfen. Die Umsetzung der Vereinbarung obliegt den Ländern.

Haushalt 2021 steht - Fast 180 Milliarden neue Schulden

Die große Koalition will im kommenden Jahr fast 180 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen und deutlich mehr Geld als geplant in Gesundheit, Verkehr und Infrastruktur investieren. Das ergaben die Beratungen des Haushaltsausschusses in Berlin.

Der Bundeshaushalt für 2020 sieht nun Ausgaben von insgesamt rund 498,6 Milliarden Euro vor - kaum weniger als im laufenden Jahr, als wegen der Pandemie spontan milliardenschwere Hilfsprogramme finanziert wurden. Der Bundestag will den Haushaltsentwurf in der Woche vom 8. bis 11. Dezember verabschieden.

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Hildburghausen. (Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa)
Hildburghausen. (Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa)

Corona-Hotspot-Kreis Hildburghausen leuchtet pink

Im deutschlandweit schlimmsten Corona-Hotspot-Kreis Hildburghausen hat sich das Infektionsgeschehen noch einmal verschärft. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche erhöhte sich am Freitag nach Zahlen des Gesundheitsamtes auf inzwischen knapp 630 (Vortag: 602,9). Auf der Corona-Karte des Robert Koch-Instituts leuchtet der Kreis inzwischen als einzige Region in Deutschland pink.

Die Zahl der aktiven positiven Corona-Fälle liegt laut dem Landkreis am Freitag bei 853. Seit Wochenmitte gilt in dem Südthüringer Kreis ein Lockdown mit strengen Ausgehbeschränkungen, Schulen und Kindergärten sind seitdem geschlossen. In der kommenden Woche soll daher ein Massentest starten.

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Polizeieinsatz nach Aufruf zu Blockade von Corona-Teststation

Im thüringischen Landkreis Hildburghausen, aktuell bundesweit Corona-Hotspot Nummer eins, ist die Polizei zu einem Einsatz an der regionalen Corona-Teststation ausgerückt. Die Polizei habe am Donnerstagabend über die Versammlungsbehörde des Landkreises Kenntnis über einen Aufruf in sozialen Medien zur Blockade der Abstrichstelle erlangt, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Die Polizei sei daraufhin vor Ort gewesen, eine Blockade habe aber nicht festgestellt werden können. Wer dahinter steckt, sei zunächst unklar.

Heil: Corona-Hilfe nicht auf Grundsicherung anrechnen

Hartz-IV-Empfänger sollen keine Geldeinbußen fürchten müssen, wenn sie die aktuellen staatlichen Hilfen im Teil-Lockdown wegen der Corona-Krise in Anspruch nehmen.

«Ich will dafür sorgen, dass die November- und Dezember-Wirtschaftshilfen, die (Finanzminister) Olaf Scholz auf den Weg gebracht hat, sowie die Überbrückungshilfe 3 nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden», sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) der dpa in Berlin. «Das werden wir nun in der Koalition miteinander klären.»

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Corona-Regeln: Was sich nun ändert - und was bleibt

Mitten im harten Corona-Winter sollen die Weihnachtstage ein wenig Entspannung bringen: Ab dem 23. Dezember und höchstens bis zum 1. Januar sollen zehn Personen im Familien- und Freundeskreis zusammenkommen können, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Doch davor stehen weitere Einschränkungen an.

Zunächst soll gelten:

TEIL-LOCKDOWN: Kneipen, Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sollen bis mindestes 20. Dezember geschlossen bleiben. Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet, allerdings mit Maskenpflicht nun auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen. In Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN: Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt und in jedem Fall auf fünf Personen zu beschränken, Kinder bis 14 ausgenommen. Schleswig-Holstein hält an seinen eigenen Regeln fest.

MUND-NASEN-SCHUTZ: In geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind, hat jeder eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel und belebte öffentliche Orte - welche das sind, legen die lokalen Behörden fest.

FEUERWERK: Silvesterfeuerwerk auf belebten Plätzen und Straßen wird untersagt. Grundsätzlich wird «empfohlen», zum Jahreswechsel auf Feuerwerk zu verzichten. Sachsen appelliert an die eigenen Bürger, beim Silvesterfeuerwerk besonders auf Mindestabstände zu achten.

BETRIEBSFERIEN: Arbeitgeber werden «dringend gebeten» zu prüfen, ob Betriebsstätten durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösungen vom 23. Dezember bis 1. Januar schließen können.

SCHULEN UND KITAS: Kinderbetreuung und Schulen sollen offen bleiben. Vereinbart wurde eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Als unscharfe Grenze werden hier im Papier «deutlich mehr» als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner genannt. Positiv getestete Schüler und ihre Mitschüler sollen sofort in eine fünftägige Quarantäne. Wer dann negativ getestet wird, darf die Quarantäne beenden.

SCHUTZ VON RISIKOGRUPPEN UND SCHNELLTESTS: Der Schutz von Risikogruppen soll verbessert werden. Für Pflegebedürftige in Einrichtungen soll es ab dem 1. Dezember mindestens 30 Schnelltests pro Monat geben.

BAHNVERKEHR: Um den Reiseverkehr sicherer zu machen, soll die «Sitzplatzkapazität» deutlich erhöht werden, um noch mehr Abstand zwischen den Reisenden zu ermöglichen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze soll parallel dazu beschränkt werden. Die «Maskenkontrollen» sollen weiter verstärkt werden, so dass täglich mehr Fernzüge kontrolliert werden.

FINANZHILFEN: Die Novemberhilfen für vom Teil-Lockdown betroffene Firmen und Einrichtungen sollen im Dezember fortgeführt werden. Der Bund plant Finanzhilfen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro, wie die dpa erfuhr.

Die aktuellen Corona-Meldungen aus dem Ausland:

Italien lockert Corona-Maßnahmen in mehreren Regionen

Nach mehreren Wochen mit strengen Corona-Maßnahmen für viele Regionen Italiens hat die Regierung in einigen Gebieten die Regeln gelockert. Die wirtschaftsstarke Lombardei mit der höchsten Bevölkerungszahl werde ab Sonntag von der Roten Zone zur Orangen, veranlasste Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag. Damit wird dort der geltende Teil-Lockdown gelockert und Geschäfte können wieder öffnen. Zur Orangen Zone wechseln demnach auch die Regionen Piemont im Norden und Kalabrien im Süden.

Für die Region an der italienischen Stiefelspitze im Süden wurde zudem Guido Nicolò Longo zum neuen staatlich bestellten Gesundheitskommissar ernannt. Zuvor hatte es auf dem Posten ein reges Wechseln gegeben, als Anfang des Monats innerhalb von zehn Tagen drei Kommissare jeweils entweder zurückgetreten oder nach einem Skandal entlassen worden waren. «Ein Mann der Institutionen, der in Kalabrien immer für den Schutz der Gesetzlichkeit gearbeitet hat», kommentierte Ministerpräsident Giuseppe Conte die Ernennung via Twitter.

Corona-Lockerungen in Frankreich - Öffnungen in Tschechien unklar

Wiederöffnung von Geschäften, mehr Zeit für Spaziergänge, Gottesdienste in kleinem Rahmen - Frankreich will seine strikten Beschränkungen in der Corona-Krise lockern. Die Entschärfung an diesem Samstag folgt auf knapp einen Monat strengster Ausgangsbeschränkungen. Premierminister Jean Castex mahnte jedoch, es sei zu früh, um von einem Ende des Lockdowns zu sprechen.

In Tschechien wird über mögliche Lockerungen innerhalb der Regierung gestritten. Bis zuletzt war nicht klar, ob alle Geschäfte wie ursprünglich anvisiert am Montag fürs Weihnachtsgeschäft wieder öffnen dürfen. Klarheit soll eine Sondersitzung des Kabinetts am Sonntag bringen.

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Mehrere Regionen in Europa von Corona-Risikoliste gestrichen

Die Bundesregierung stuft ab Sonntag einzelne weitere Regionen in Europa als Corona-Risikogebiete ein, hebt diesen Status gleichzeitig aber erstmals für noch mehr Regionen wieder auf. Die Peloponnes in Griechenland und drei Regionen in Irland werden von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag im Internet bekanntgab. Neu hinzu kommen Westgriechenland, eine Region in Estland und die zu Portugal gehörende Inselgruppe Azoren.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen bis zu zehn Tage in Quarantäne, können sich davon aber durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.

Auf dem europäischen Festland gibt es neben der griechischen Peloponnes nur noch in Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze), Estland, Norwegen und Finnland Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen die drei Regionen in Irland sowie eine ganze Reihe Inseln wie die spanischen Kanaren, das portugiesische Madeira, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer.

Spanien streitet um Corona-Regeln für die Feiertage: 'Enorme Gefahr'

In Spanien spitzt sich die Debatte um die Corona-Regeln für Weihnachten, Silvester und den im Land sehr wichtigen Dreikönigstag am 6. Januar zu. Nachdem einige der insgesamt 17 Regionen einheitliche Bestimmungen für das ganze Land gefordert hatten, versprach die linke Zentralregierung eine baldige Lösung. "Es wird keine 17 verschiedene Weihnachten geben", versprach Gesundheitsminister Salvador Illa am Donnerstag im Parlament in Madrid. Bei einem Treffen mit den Regionalregierungen wolle man nächste Woche ein Abkommen erzielen, erklärte Illa.

Im Rahmen des seit Ende Oktober und noch bis Mai geltenden Corona-Notstands soll - anders als im Frühjahr - jede der sogenannten Autonomen Gemeinschaften über die Maßnahmen entscheiden, die man zur Eindämmung der Pandemie ergreift. Vor den Feiertagen fordern aber einige Regionen, darunter Andalusien und Kastilien-La Mancha, man dürfe nicht wieder die Fehler machen, die man im Sommer begangen habe, als man der Wirtschaft den Vorzug vor der Bekämpfung des Virus gegeben und die Maßnahmen zu schnell gelockert habe.

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Für 23 Millionen Engländer gelten auch nach Ende von Corona-Lockdown strikte Regeln. (Symbolbild: Getty)
Für 23 Millionen Engländer gelten auch nach Ende von Corona-Lockdown strikte Regeln. (Symbolbild: Getty)

Für 23 Millionen Engländer gelten auch nach Ende von Corona-Lockdown strikte Regeln

Kommende Woche endet der Corona-Lockdown in England - für Millionen Menschen im Land bleiben jedoch strikte Beschränkungen bestehen. Mehr als 23 Millionen Einwohner in den am schlimmsten betroffenen Gebieten fallen unter die höchste Warnstufe in dem Drei-Stufen-Plan der Regierung. Dazu gehören die Großstädte Birmingham, Bristol, Leeds, Manchester, Newcastle und Sheffield, wie die Regierung am Donnerstag bekanntgab. Die Hauptstadt London entgeht den strengsten Vorkehrungen.

In den am schwersten betroffenen Gebieten bleiben Gastronomie und Freizeiteinrichtungen auch nach dem Ende des Lockdowns am 2. Dezember weiterhin geschlossen. Über mehr als die Hälfte des Landes, einschließlich London, wird die zweite Warnstufe verhängt. Das bedeutet, Restaurants und viele Freizeiteinrichtungen können wieder öffnen.

Großbritannien hat die höchste Zahl an Corona-Toten in Europa: Mehr als 57.600 Infizierte starben hier bereits. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden auf regionaler Ebene entschieden. Schottland hatte zuletzt die Restriktionen für elf Gebiete verschärft, Nordirland beschloss einen weiteren zweiwöchigen Lockdown, der am 11. Dezember endet.

AstraZeneca kündigt "zusätzliche Studie" für seinen Corona-Impfstoff an

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat der Chef des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca eine "zusätzliche Studie" für den Wirkstoff des Unternehmens angekündigt. Diese sei erforderlich, nachdem Fragen über die Wirksamkeit des Impfstoffes aufgekommen seien, sagte Pascal Soriot am Donnerstag. AstraZeneca hatte am Montag verkündet, sein Wirkstoff habe in Studien eine Wirksamkeit von 70 Prozent gezeigt. Die Impfstoffe der Konkurrenz von Pfizer, die zusammen mit dem Mainzer Unternehmen Biontech arbeiten, sowie Moderna sind jedoch zu über 90 Prozent wirksam.

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Texte: dpa, AFP

Im Video: Corona-Blues: Unheimliche Leere bei Thanksgiving-Parade in New York