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Demonstrationen in Budapest: Lehrer brauchen endlich höhere Gehälter

Hunderte von Lehrern, Schülern und Eltern haben vor dem Gebäude des Innenministeriums in Budapest demonstriert. Sie forderten höhere Gehälter für Lehrer. Die Regierung hatte zwar eine Gehaltserhöhung für Lehrer versprochen, ihre Entscheidung jedoch von der Freigabe von Geldern aus Brüssel abhängig gemacht.

"Es würde mich nicht wundern, wenn die Zulagen gestrichen werden. Bis jetzt haben sich alle Gehaltserhöhungen auf die Zulagen ausgewirkt, weil es eine Besonderheit gibt: Sie können ohne jede Erklärung gestrichen werden" so die Lehrerin, Edit Simkó.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán kündigte ein dreijähriges Lohnentwicklungsprogramm an. Nun, da die Geldzusicherung aus Brüssel vorliegt, soll der Durchschnittsgehalt von Lehrern um 32,2 Prozent steigen. Am Ende des Lohnentwicklungsprogramms soll der Durchschnittslohn der Lehrer demnach 800 Tausend HUF oder 2.100 Euro betragen.

Euronews-Korrespondent, Zoltán Siposhegyi, sagte: "Bei der heutigen Demonstration ging es vor allem um Geld, obwohl die Gehaltserhöhung den Lehrermangel wahrscheinlich nicht lösen wird. In Ungarn ist das Problem so groß, dass Grundschullehrer in Gymnasien bis zur 8. Klasse unterrichten."