Der "besorgte Burger"-Laden eröffnet in Berlin

Schwerpunkt des Burger-Ladens: Wutbürgerliche Küche. (Bild: Facebook/Jung von Mett)

Begriffe wie "besorgte Bürger" oder "Wutbürger" tummeln sich zu Genüge im deutschsprachigen Netz und sind meistens im Kontext von Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit eingebettet. Bislang zumindest. Nun eröffnet in Berlin ein "besorgter Burger"-Laden.

Rechtschreibfehler und Hassparolen, daran erkennt man einige "besorgte Bürger" häufig in Internetforen. Ein Burger-Laden im In-Viertel Berlin-Kreuzkölln wehrt sich gegen die derzeitige Stimmung im Land und nennt sich ironischerweise der "Besorgte Burger": "Anlässlich der aktuellen politischen Lage und der wachsenden Zielgruppe der 'Ich bin ja kein, aber..."-Sager haben wir uns entschlossen, in Kreuzkölln einen Bulletenladen aufzumachen!", so preist der neue "Besorgte-Burger"-Laden die Neueröffnung eines Frikadellen-Brat-Fachgeschäfts an.

Auf Facebook findet der Name vermehrt Zuspruch. Mehr als 1200 Leute teilen den Post, mehr als 3000 Leute klicken auf "Daumen hoch". Ein Nutzer schreibt: "Schönes Ding! Mag sein, dass es den Spruch und vielerlei lustige Vergleichsbildchen mit "Besorgten Bu/ürgern" schon lange gab aber den Schneit mit dem Bulettenladen, kann Euch keiner mehr nehmen! Wünsche gute Geschäfte!" Ein anderer Nutzer scherzt: "Kann ich da auch nur Fleisch von legal importierten Kühen mit gültigem Aufenthaltsstatus bekommen? :'D"

Das Wortspiel scheint sich im Netz zu etablieren. (Bild: Facebook/Martin Stockl)

Ein weiterer Nutzer postet dieses Bild (links) auf dem zwei Burger zu sehen sind. Ein Burger sagt: "Ich bin aus argentinischem Fleisch", während der andere Burger antwortet: "Ausländer raus!" Offenbar scheint der Name einen Nerv getroffen zu haben.

Häufig verstecken sich "besorgte Bürger" hinter rechten Gesinnungen und leeren Phrasen, die sehr verallgemeinernd und von Ängsten geprägt sind.

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