Der Rhein ertrinkt in E-Scootern

·Freie Autorin
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E-Scooter sind praktisch, wenn ein kurzer Weg überbrückt werden muss. Aber die Roller verursachen auch viele Probleme für die Umwelt. Vor allem, wenn sie in Gewässer geschmissen werden und sich niemand darum kümmert.

E-Scooter sind nicht nur in Köln ein Problem. (Bild: Ina FASSBENDER / AFP)
E-Scooter sind nicht nur in Köln ein Problem. (Bild: Ina FASSBENDER / AFP)

Seit dem Boom der E-Scooter vor zwei Jahren findet man die elektrischen Roller in Großstädten an fast jeder Straßenecke – und in Flüssen und Kanälen. Laut eines "WDR"-Berichts haben Taucher mehr als 500 solcher Geräte auf dem Grund des Rheins gefunden.

Übrigens: Für E-Scooter gilt die gleiche Promillegrenze wie für Autos

Der Bautaucher Markus Hambüchen sagte dem Sender demnach, dass die Geräte "an jeder Stelle" des Rheins zu finden seien: "Bevor wir mit der Arbeit an Kaimauern oder Brückenpfeilern beginnen können, müssen wir erst mal den Schrott zur Seite räumen. Ich rede nicht von zehn oder 20 Rollern, sondern von Hunderten, die im Rhein liegen."

Wer fischt die Scooter wieder raus?

Reingeschmissen werden die E-Scooter von Randalierern. Doch wer fischt sie wieder heraus? Ein Problem, das dringend gelöst werden sollte. Laut Hambüchens Beobachtungen sondern einige Roller bereits eine klebrige Masse ab – vermutlich Chemikalien aus den Akkus. In den Batterien ist das krebserregende Metall Kobalt enthalten, erklärte Paul Körfges vom BUND. Siedes werde "mit Sicherheit das Sediment vergiften" und die Fische betreffen.

Es ist davon auszugehen, dass das Problem in allen Hauptstädten besteht. In Kopenhagen und Montréal wurden die Roller mittlerweile sogar aus der Innenstadt verbannt oder verboten.

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Die E-Scooter-Anbieter Bird und Voi haben erste Konsequenzen gezogen: Sie verhängten Parkverbote am Ufer des Rheins, auf den Brücken und in der Nähe des Rheins. Bird kündigte zudem an, sich um die Bergung der Geräte im Rhein zu kümmern.

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