In Deutschland gilt jetzt eine Obergrenze für Barzahlungen — unter einer Bedingung

Business Insider Deutschland
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Das Auto wird von vielen Menschen bar bezahlt, oft mit Banknoten im Wert von mehreren Tausend Euro. Kostet das neue Fahrzeug über 10.000 Euro, wird dies in Deutschland ab sofort nur noch mit Vorlage eines Ausweises möglich sein. Damit setzt die deutsche Regierung eine EU-Richtlinie um. 

Das neue Gesetz besagt, dass Zahlungen ab einer Höhe von 10.000 Euro nicht mehr anonym möglich sind. Damit soll Geldwäsche und die Terrorismusfinanzierung bekämpft werden. Doch Experten bezweifeln die Wirksamkeit gegen den Terror. Der Schattenwirtschafts-Fachmann Friedrich Schneider von der Universität Linz sagte zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Das bringt fast gar nichts.“ Vor allem Goldhändler, Schmuckhändler, Autohäuser und der Kunsthandel sind von dem neuen Gesetz betroffen.

Eine Obergrenze für Bargeld ist in Europa üblich 

In südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland gibt es schon länger eine Obergrenze für Barzahlung. Die skandinavischen Ländern führten ebenso eine Obergrenze ein. Dort gibt es in der Praxis jedoch Ausnahmen. Deutschland war mit Österreich, Slowenien, Litauen, Lettland und Island eines der wenigen Länder, das noch keine Obergrenze hatte.

Generell zielt die Politik darauf ab, den Bargeldverkehr zu verringern. Dafür belohnt sie Händler, die gar keine Barbeträge über 10.000 Euro mehr annehmen. Sie haben dann weniger Verwaltungsaufwand.

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