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Disney+: Passwörter dürfen bald nicht mehr geteilt werden

Disney+ macht es Netflix gleich und will es ab Sommer Userinnen und Usern unmöglich machen, Passwörter zu teilen. (Bild: Marvin Samuel Tolentino Pineda)
Disney+ macht es Netflix gleich und will es ab Sommer Userinnen und Usern unmöglich machen, Passwörter zu teilen. (Bild: Marvin Samuel Tolentino Pineda)

Passwörter sollen künftig nicht mehr weitergegeben werden dürfen. Das plant Disney+ für diesen Sommer und folgt damit dem Streaming-Giganten Netflix. Trittbrettfahrer müssen sich künftig einen eigenen Account anlegen. Das steckt dahinter.

Nachdem Streaming-Gigant Netflix nicht nur an der Preisschraube gedreht hat, sondern auch gegen sogenannte Trittbrettfahrer vorging, zieht Disney+ nun nach: Ab Sommer soll es Nutzerinnen und Nutzern nicht mehr möglich sein, ihr Passwort außerhalb des eigenen Haushaltes zu teilen. Wollen externe Userinnen und User auf die Inhalte zugreifen, müssen sie ein eigenes Abo abschließen.

Der Grund sei finanzieller Natur. Bis Ende September habe man sich bei Disney das Ziel gesetzt, mit dem Streaming-Geschäft schwarze Zahlen zu schreiben, berichten US-Medien. Bislang ist die Sparte noch ein Minusgeschäft für den Konzern: Im vergangenen Quartal machte Disney+ einen Verlust von 216 Millionen Dollar - und das, obwohl der Umsatz um 14 Prozent gestiegen war.

"Disney-Universum" in Planung

Um schwindenden Nutzerzahlen vorzubeugen, setzt der Konzern daher vor allem auf seine exklusiven Film- und Serienangebote aus dem "Marvel"- und "Star Wars"-Universum. Trotz eines Abonnenten-Rückgangs um ein Prozent erhofft sich Disney einen Zuwachs um 5,5 bis 6 Millionen Nutzer in den nächsten Monaten. Derzeit greifen weltweit rund 111,3 Millionen Menschen auf den Streaming-Dienst zurück. Zum Vergleich: Netflix verzeichnete zuletzt über 260 Millionen Kundenhaushalte.

Darüber hinaus soll der Einstieg beim "Fortnite"-Entwickler Epic Games die Kasse klingeln lassen. Der Plan sei ein ganzes "Disney-Universum", in dem man nicht nur Spiele spielen könne, sondern sowohl virtuelle als auch physische Artikel erwerben könne. Das Unternehmen rechne mit dem Launch allerdings erst in ein "paar Jahren". Es bedürfe einer längeren Entwicklungsphase.