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"Doppelpass": Darum verließ Stefan Effenberg weinend den Live-Talk

Stefan Effenberg war am Sonntag im "Doppelpass" zu sehen. Als ihm eine Frage über Franz Beckenbauer gestellt wurde, verließ er weinend das Studio. (Bild: 2022 Getty Images/Alexander Hassenstein)
Stefan Effenberg war am Sonntag im "Doppelpass" zu sehen. Als ihm eine Frage über Franz Beckenbauer gestellt wurde, verließ er weinend das Studio. (Bild: 2022 Getty Images/Alexander Hassenstein)

Am Sonntag war SPORT1-Experte Stefan Effenberg im Fußball-Talk "Doppelpass" zu Gast. Als es um die verstorbene Legende Franz Beckenbauer ging, verlor der ehemalige Nationalspieler und Bayern-Kapitän die Beherrschung.

Der Tod von Franz Beckenbauer hinterlässt eine riesige Lücke im deutschen Fußball. Wie groß diese Lücke für manche Weggefährten ist, ließ sich am Sonntag im Live-Talk "Doppelpass" beim Spartensender SPORT1 erahnen. Als es um Beckenbauer ging, der vor Wochenfrist im Alter von 78 Jahren in Salzburg verstorben war, verließ Experte Stefan Effenberg weinend die Sendung.

Auslöser für die emotionale Reaktion des früheren Nationalspielers und FC-Bayern-Kapitäns war eine direkt an ihn gerichtete Frage von Moderator Florian König. "Was war Franz Beckenbauer für dich - als junger Mann, und später, als du bei Bayern warst? Was für eine Bedeutung hatte er für dich und dein Leben?", wollte König wissen.

Die Frage ging Effenberg offensichtlich nahe. Er holte tief Luft und fand zunächst keine Antwort. Mit brüchiger Stimmte sagte er nur: "Er war ein großartiger Mensch." Schließlich verlor er den Kampf gegen seine Tränen und erhob sich weinend von seinem Stuhl. "Bleib bitte sitzen, Stefan!", bat ihn König. Doch Effenberg verließ die Runde. Das Publikum - sichtlich gerührt von seiner Reaktion - applaudierte.

"Ich habe ihn sehr geschätzt"

Nach der Sendung ging der 55-Jährige bei SPORT1 auf seinen Abgang ein: "Franz war für mich wie für viele andere eine ganz besondere Persönlichkeit. In diesem Moment waren meine Emotionen so stark, dass mir die Worte fehlten."

Effenberg sprach bereits kurz nach Beckenbauers Tod über ihn: "Ich habe unter ihm gespielt, als er Präsident des FC Bayern war. Er hat mir vor Spielen immer hilfreiche Tipps gegeben. Wir hatten einen regelmäßigen Austausch, und das war für mich unheimlich wertvoll."

Der Tod des 78-Jährigen habe ihn zwar nicht überrascht, aber dennoch "tief getroffen". Beckenbauer war für Effenberg "als Mensch wie als Sportler herausragend und ganz groß. Ich habe ihm immer gerne zugehört. Ich habe ihn sehr geschätzt".