Dreiste Arbeitsausrede: Frau schickt Photoshop-Bild von plattem Autoreifen

Mit einem nicht ganz so detaillierten Foto von einem platten Reifen wäre sie vielleicht durch gekommen. (Symbolbild: Getty)

Jeder Arbeitnehmer kennt das Gefühl, an einem Montag aufzuwachen und einfach nicht zur Arbeit zu wollen. Eine Engländerin versuchte mit einem dreist gefälschten Foto, sich für ihr Zuspätkommen herauszureden. Und kassiert dafür nun viel Spott im Internet.

Die Britin Sydney Whitson postete das Bild auf Twitter, mit dem ihre ungenannte Kollegin versucht hatte, den Chef zu überzeugen, dass sie aus guten Gründen nicht rechtzeitig bei der Arbeit hatte sein können. Das Foto zeigt einen Autoreifen, in dem ein Nagel steckt. Beziehungsweise in einem seltsamen Winkel an dem Reifen klebt. Denn schon auf den ersten Blick sieht man, dass der Nagel nicht echt und schlecht in das Foto eingebaut ist.

Meine Kollegin hat (mal wieder) angerufen und gesagt, dass sie wegen eines Nagels im Reifen einen Platten habe. Ihr müsst sofort alles stehen und liegen lassen und AUF DEN NAGEL AUF DEM BILD ZOOMEN, DAS SIE UNSEREM CHEF GESCHICKT HAT

Anscheinend war es nicht das erste Mal, dass die Kollegin es nicht pünktlich zur Arbeit schaffte und so sah sie sich gezwungen, einen Beweis für ihr Unglück auf dem Arbeitsweg zu schicken. Nachdem Whitson die dreiste Fake-Ausrede auf Twitter geteilt hatte, überschlugen sich die Reaktionen. So wurde schnell das Originalbild gefunden, das die Kollegin benutzt hatte.

Über 245.000 Likes und mehr als 44.000 Retweets bekam der Post. Natürlich gab es einen guten Teil der User, die sich über den Photoshop-Fail lustig machten.

Aber unzählige User zeigten sich in den Kommentaren sehr hilfsbereit und posteten Fotos von eigenen platten Autoreifen und Detailaufnahmen von Nägeln, Schrauben und Werkzeugen, damit die Kollegin bei der nächsten Ausrede nicht auf ein gefälschtes Bild zurückgreifen müsse.

Selbst “Beweisfotos” für Fahrräder und Motorräder waren dabei. Manche stellten auch direkt Fotos von Totalschäden ein, um für eine überzeugendere Ausrede beim Vorgesetzten zu sorgen.

Einen Expertentipp gab es gleich noch dazu: “Ein Hinweis, falls ihr echte Bilder speichert, um sie eines Tages zu nutzen: Wenn euer Chef clever ist und ein iPhone hat... auf Fotos, die jemand geschickt hat, sind Datum und Uhrzeit zu sehen.” Bei so viel Material sollte beim nächsten Mal eine wasserdichte Ausrede gelingen. Oder die ertappte Betrügerin stellt sich ihren Wecker einfach ein bisschen früher.