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DSDS: Dieter Bohlen lädt nach Mallorca - und disst Ex-Jurorin Marianne Rosenberg

Kleine Breitseite für eine Ex-Jurorin: Dieter Bohlen schilderte, dass er damals mit seiner Tanzkapelle live leiden musste: "Wir mussten Marianne Rosenberg und so'n Müll spielen. Da musste man schon ziemlich viel trinken." (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Kleine Breitseite für eine Ex-Jurorin: Dieter Bohlen schilderte, dass er damals mit seiner Tanzkapelle live leiden musste: "Wir mussten Marianne Rosenberg und so'n Müll spielen. Da musste man schon ziemlich viel trinken." (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

"Sch... drauf, Malle ist nur einmal im Jahr." Und zwar für die knapp 40 DSDS-Kandidaten, die Casting und erste Recall-Runde überstanden haben, genau jetzt. Vorher gab's die letzte Goldene, ein gnadenloses Aussieben auf einer Airbase, neue Enthüllungen aus "The Life of Dieter" und einen fiesen Kolleginnen-Diss.

Eine Menge los in der elften und letzten Casting-Show von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL). Das ist einen kleinen Moment des Innehaltens wert: Es könnte nämlich die allerletzte Casting-Show in der Geschichte des Formats gewesen sein, wenn RTL Wort hält. Das dachte sich vielleicht auch der Sender und packte in die über zweieinhalbstündige Sendung rein, was eben reinpasste. Von der Übergabe der letzten blauen Recall-Zettel bis zum Aussieben von 120 "hungrigen Superstar-Anwärtern" auf deren 30 ging's ratzfatz. Mit denen gleich an Bord einer "Bohlen 747" direkt nach Palma de Mallorca. Denn: "Sch... drauf, Malle ist nur einmal im Jahr!"

"Der RTL" hat Humor. Deshalb findet das "Deutschland-Finale" nämlich auf Malle statt, dem zum Leidwesen vieler Spanier scherzhaft zum 17. deutschen Bundesland erklärten Eiland. Bei der Landung auch dabei: Tilly Horn. Die hatte gerade noch die letzte goldene CD ergattert. Jurorin Leony Burger überreichte sie. Dieter Bohlen erkannte Tilly nach genauem Hinsehen wieder: Sie sang vor 15 Jahren schon einmal vor ihm. In der ersten Staffel von "Das Supertalent" war sie von Dieter zum "besten elfjährigen Mädchen, das ich je gesehen habe" ernannt worden und wurde am Ende Zweite.

Golden Girl: Tilly Horn (26) ergatterte sich in der letzten Recall-Folge von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) die letzte goldene CD. Jurorin Leony überreichte sie der einstigen "Supertalent"-Zweiten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Golden Girl: Tilly Horn (26) ergatterte sich in der letzten Recall-Folge von "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) die letzte goldene CD. Jurorin Leony überreichte sie der einstigen "Supertalent"-Zweiten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Goldkehlchen mit Vergangenheit: "Supertalent"-Zweite Tilly Horn is back!

Die letzten Castingauftritte gab es auch zu sehen. Unter anderem den von Florian Schäfer, der leider vier Nein einfuhr, weil er eher klang "wie ein Kotzbeutel", wie ihm Bohlen beschied. Interessant war der Auftritt deshalb, weil Florian als Sänger bei Straßenfesten und in Cafés den Pop-Titan an dessen Anfangszeit erinnerte. "Was verdient man heute so?" Florian: "So 250 für zwei Stunden." Bohlen: "Oh, wir bekamen damals mit der Tanzband 200 Mark für die ganze Nacht. Und freies Futtern und Trinken. Ich hab immer getrunken, denn wir spielten da so Marianne Rosenberg und so'n Müll. Da muss man ganz schön viel trinken." Mit freundlichen Grüßen an die Schlagerqueen, die immerhin einmal (2014, in der 11. Staffel) Juroren-Kollegin von Bohlen war. Kann er sich vielleicht nicht dran erinnern, weil er damals nur mit seinem Bro Kay One rumklüngelte.

Florian Schäfer ist also raus und hat sich somit die Tortur der 120 Recallisten auf der Airbase Mönchengladbach erspart. Die mussten dort in Gruppen von bis zu 26 Leuten vor der Grand Jury antreten. "Heute werden viele Tränen fließen", meinte Bohlen eingangs. Als den zehn Dutzend Qualifikanten gewahr wurde, dass gleich 90 nicht nach Malle, sondern rausfliegen würden, ging auch manche Stimme vor Schreck verloren.

Vielleicht ein Zettel für die Ewigkeit: Esther Nkongo (27) holte sich den letzten Recall-Zettel des Castings, vielleicht den letzten aller DSDS-Zeiten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Vielleicht ein Zettel für die Ewigkeit: Esther Nkongo (27) holte sich den letzten Recall-Zettel des Castings, vielleicht den letzten aller DSDS-Zeiten. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Schock für die Recallisten: Zeltlager statt Luxus-Villa

Aber immerhin: Knapp 40, darunter auch Tilly Horn, schwebten auf Malle ein und bestiegen fröhlich den Shuttlebus. Die Erwartung von Peris Grigoriadis (24) war mehrheitsfähig: "Villa, Sonne, Party, Cocktails!" Auch Fatih Yüksel (28) war klar: "Wir werden feiern!". Dabei hatte er allen Grund, ein wenig gedrosselt zu laufen. Er gehört zu fünf Wackelkandidaten, die sich ihren Dauerplatz auf Malle erst noch im Ausscheidungswettkampf ersingen müssen. Da droht das Aus, noch bevor das Recall-Finale begonnen hat.

Es begann gut: Mit Cocktailsüppeln in einem schönen Hotel. Aber DSDS will Demut lehren. Deshalb liegt Freud und Leid nah beieinander. Denn erst ein paar Kilometer weiter war die Fahrt wirklich zu Ende. An einem Brachland, einem Acker, den ein Haufen Isomatten, Schlafsäcke, Zeltplanen mit Aufbauanleitung und ein Toilettenhäuschen verschönerten. Dagegen ist das Basic Camp von "Leben leicht gemacht - The Biggest Loser" (SAT.1) das pure Paradies. Da klappten die Kinnläden der Partywilligen aber richtig runter. Kein Mitleid, dachten sich Katja und Leony bei ihrer Stippvisite: "Wer das nicht abkann, hat auch nicht das Zeug zum Superstar. Wir haben auch in dreckigen Kellerlöchern geschlafen für die Karriere."

Auf der Airbase Möchengladbach siebten die Juroren (von links) Leony Burger, Katja Krasavice, Pietro Lombardi und Dieter Bohlen gnadenlos aus. Von 120 Recall-Qualifikanten blieben nur knapp 40 für die zweite Recall-Phase übrig. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Auf der Airbase Möchengladbach siebten die Juroren (von links) Leony Burger, Katja Krasavice, Pietro Lombardi und Dieter Bohlen gnadenlos aus. Von 120 Recall-Qualifikanten blieben nur knapp 40 für die zweite Recall-Phase übrig. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Bewährungsprobe: Drei DSDS-Talente live im "Bierkönig"

Aber es gab noch mehr Aufregung. Zumindest für Jill Lange (22) , Natalie Nock (29) und Nikolaos "Big N" Simediriadis (23). Die drei wurden ob ihrer überzeugenden Leistung auf der Airbase für eine Belohnung auserkoren. Sie durften live im "Bierkönig", der Partyhochburg am Ballermann, auftreten. Plaudertasche Natalie schaute dem Spektakel aufgeregt entgegen, "Big N", der Coole, murmelte "Angst? Was ist das?", aber Jill, der Drama-Queen aus dem "Durchnudel-Gate"-Skandal, plumpste das Herzchen sichtbar abwärts. Aber sie dachte gleich trotzig nach vorn: "Wenn ich das meistere, schaff ich alles. Außerdem sind da eh nur besoffene Männer und die stehn auf schöne Frauen."

Das Live-Abenteuer wurde dann auch von allen "ordentlich bewältigt", wie Leony lobte. Dabei hatte es ausgerechnet Jill am schwersten, weil während ihres Auftritts mit Helene Fischers "Atemlos" plötzlich das Playback abstürzte. Als die geschockte Jill ihre eigene Atmung wiederfand, animierte sie einfach das Publikum zum Singen. Natalie spulte ihr "Mein Herz" von Beatrice Egli beinahe routiniert runter und "Big N" ließ die Meute zu seinem mittlerweile als Single veröffentlichten Song "Let's Bounce (Motherfucker)" bouncen.

Unter den 90, die gehen mussten, war auch "Esopios", der 27-jährige Maskenmann aus Düsseldorf.  (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Unter den 90, die gehen mussten, war auch "Esopios", der 27-jährige Maskenmann aus Düsseldorf. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Dieter Bohlen faltet seine Recall-Kandidaten

Zurück im Camp, wo alle stets in Bewegung bleiben, weil sie die Myriaden von Stechmücken wegwedeln müssen, gab es auch Besuche von Pietro Lombardi und Bohlen. Der ehemalige DSDS-Gewinner mahnte ("Nur die Harten kommen in den Garten") und motivierte. "Denkt dran: Einer von euch ist der neue Superstar und wird mit Dieter auf Tournee gehen. Also gebt 1.000 Prozent." Dass das mit dem Herrn Titan auch auf Tour nicht unbedingt 24/7 ein Zuckerschlecken sein wird, deutete Bohlen selbst an: "Jetzt grölt ihr hier dauernd Partysongs und morgen ist eure Stimme am Ar...! Wie soll ich euch da bewerten?"

Da wurde es dann schlagartig ruhiger. Es ist halt nicht leicht, "Deutschlands Superstar" zu werden. Auch wenn's der letzte aller Zeiten sein könnte.

Monika Gajek (21), die "Schönheit" (O-Ton Katja Krasavice) mit der Engelsstimme schaffte die Airbase-Hürde. Für sie ging es mit dem Flieger zum Finale des "Deutschland-Recalls" nach Mallorca, scherzhaft das 17. deutsche Bundesland. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Monika Gajek (21), die "Schönheit" (O-Ton Katja Krasavice) mit der Engelsstimme schaffte die Airbase-Hürde. Für sie ging es mit dem Flieger zum Finale des "Deutschland-Recalls" nach Mallorca, scherzhaft das 17. deutsche Bundesland. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)