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Dwayne Johnson als Antiheld "Black Adam": Das sind die Kino-Highlights der Woche

Ohne sein strahlendes Lächeln ganz schön ungemütlich: Dwayne "The Rock" Johnson ist "Black Adam". (Bild: 2022 Warner Bros. Entertainment)
Ohne sein strahlendes Lächeln ganz schön ungemütlich: Dwayne "The Rock" Johnson ist "Black Adam". (Bild: 2022 Warner Bros. Entertainment)

Sönke Wortmanns "Der Nachname", der Musical-Kinderfilm "Lyle - Mein Freund, das Krokodil" und "Black Adam", das mit Spannung erwartete DC-Debüt von Dwayne Johnson: Das sind die Kino-Neustarts am 20. Oktober.

Er ist knapp zwei Meter groß, etwa 120 Kilogramm schwer und besteht von der Sohle bis zur Schläfe quasi nur aus Muskeln: Dwayne Johnson ist eine ziemlich imposante Erscheinung, ein Titan, aber er wirkt doch immer recht charmant und sympathisch. Mit seinem umwerfenden Lächeln und seinem Witz spielte Johnson bislang meist einen von den Guten und wurde so vom Wrestling-Star zum bestverdienenden Schauspieler Hollywoods. Aber was, wenn man das Lächeln und den Witz wegnimmt? Dann kann Dwayne Johnson zu einem ziemlich ungemütlichen und gruseligen Typen werden. So wie in "Black Adam".

Was das Kino-Publikum in dieser Woche außerdem erwartet: In "Der Nachname" von Sönke Wortmann zankt wieder dasselbe Star-Ensemble, das schon 2018 in "Der Vorname" in Streit geriet, und mit "Lyle - Mein Freund, das Krokodil" findet eine Kinderbuch-Reihe aus den 60-ern den Weg auf die Leinwand.

"Du kannst diese Welt vernichten oder sie retten": Doctor Fate (Pierce Brosnan, links) weiß, welches Potenzial in Black Adam (Dwayne Johnson) liegt. (Bild: 2022 Warner Bros. Entertainment)
"Du kannst diese Welt vernichten oder sie retten": Doctor Fate (Pierce Brosnan, links) weiß, welches Potenzial in Black Adam (Dwayne Johnson) liegt. (Bild: 2022 Warner Bros. Entertainment)

Black Adam

Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass Dwayne "The Rock" Johnson und das Filmstudio Warner Bros. erstmals über einen Superhelden-Film verhandelten. Dann passierte lange nichts, auch ein für "Shazam!" (2019) geplanter Gastauftritt von Johnson platzte. Nun aber ist das Langzeitprojekt "Johnson mit Superkräften" endlich am Ziel, der US-Superstar hat seinen eigenen Film. "Black Adam" ist eine Comic-Adaption, angesiedelt im "DC Extended Universe" - also theoretisch in der gleichen Welt, in der auch Superman, Batman und Wonder Woman unterwegs sind.

Die Geschichte: Teth-Adam (Johnson) war mal ein Sklave, ist dann gestorben und wurde als gottgleiche Gestalt wiedergeboren. Allerdings war er dann 5.000 Jahre lang eingesperrt. Nun ist er als Black Adam zu den Menschen zurückgekehrt, und die Menschen haben Angst. "Auf dieser Welt gibt es Helden, und es gibt Schurken", heißt es irgendwann im Film. Black Adam gibt nicht viel auf diese Einteilung in Gut und Böse. Er kennt nur seinen Schmerz darüber, dass einst sein Sohn getötet wurde, und er ist bis obenhin voll mit Zorn und schlechter Laune. Und eben voll mit Superkräften.

In den Trailern bekam man vorab bereits einen guten Eindruck davon, wie mächtig dieser Black Adam ist. In einer Szene fliegt er zwischen zwei Kampfjets durch die Luft, dann zerstört er einen von beiden mit einem einzigen Fausthieb. Auch andere Superhelden, wie etwa Hawkman (Aldis Hodge), wirken im Eins-gegen-eins chancenlos gegen diese entfesselte Urgewalt.

Neben Dwayne Johnson spielt Pierce Brosnan als Kent Nelson alias Doctor Fate eine Hauptrolle in diesem episch bebilderten und zuweilen ziemlich düsteren Action-Blockbuster. Er redet auf Black Adam ein, möchte ihn auf seine Seite locken. "Du hast zwei Möglichkeiten: Du kannst diese Welt vernichten oder sie retten. Das liegt bei dir."

Daran, die Welt zu retten, scheint Black Adam allerdings kein großes Interesse zu haben. Und daran, sich irgendeinem Superhelden-Team wie in diesem Fall der "Justice Society of America" anzuschließen auch nicht. Stattdessen schlägt er wild um sich und posaunt Dinge heraus wie "Niemand auf diesem Planeten kann mich aufhalten" und "Ich werde mich niemandem beugen". Wie sonst sollte diese Story ausgehen, wenn nicht mit einem großen Knall? Zumal Black Adams Gegenspieler bald schon zu der Ansicht gelangen: "Diese tickende Zeitbombe muss ausgeschaltet werden, bevor unschuldige Menschen zu Schaden kommen ..."

In "Der Nachname" tritt dasselbe Star-Ensemble auf, das man bereits aus "Der Vornname" kennt, von links: Christoph Maria Herbst, Caroline Peters, Justus von Dohnányi, Iris Berben, Janina Uhse und Florian David Fitz. (Bild: Constantin Film Verleih/Jürgen Olczyk)
In "Der Nachname" tritt dasselbe Star-Ensemble auf, das man bereits aus "Der Vornname" kennt, von links: Christoph Maria Herbst, Caroline Peters, Justus von Dohnányi, Iris Berben, Janina Uhse und Florian David Fitz. (Bild: Constantin Film Verleih/Jürgen Olczyk)

Der Nachname

Darf man sein Kind heute noch Adolf nennen? Darf man natürlich ... nicht. So oder so, man kann ja zumindest mal darüber reden. 2018 jedenfalls war genau diese Adolf-Debatte die Grundlage für das komödiantische Kammerspiel "Der Vorname" von Sönke Wortmann, immerhin 1,2 Millionen Kino-Tickets wurden seinerzeit gelöst. Nun kehrt das Star-Ensemble von "Der Vorname" zurück auf die Leinwand, und auch im Sequel "Der Nachname" gibt es wieder eine Menge zu diskutieren.

Die eine ganz große Streitfrage findet sich diesmal nicht, dafür aber viele kleine. Zum Beispiel und zuallererst: Wenn Mama Dorothea (Iris Berben) noch einmal heiratet, darf sie dann ihren Familiennamen ablegen und einen neuen Nachnamen annehmen, in dem Fall den von René König (Justus von Dohnányi)? Darf sie natürlich ... nicht.

Seit den Ereignissen von "Der Vorname", an der die Familie beinahe zerbrochen wäre, sind zwei Jahre vergangen. Nun wollen sich alle Kinder samt Anhang auf Dorotheas Lanzarote-Finca zusammenfinden. Ein bisschen entspannen vor paradiesischer Kulisse, darum geht's. Aber was als netter kleiner Erholungsurlaub gedacht war, droht auch diesmal wieder im Fiasko zu enden. Man zankt sich über die Sache mit dem Nachnamen, über verschlossene Türen, über Verhütungsmittel und Sex im Alter, über alle möglichen großen und kleinen Dinge.

"Der Vorname" basierte noch auf einem französischen Film beziehungsweise Theaterstück, "Der Nachname" ist nun ein originärer Stoff ohne direkte Vorlage - abermals inszeniert von Sönke Wortmann und geschrieben von Claudius Pläging, der auch schon am "Vorname"-Drehbuch mitwirkte. Neben Berben und von Dohnányi sind auch Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters und Janina Uhse wieder in ihren bekannten Rollen zu sehen.

Darf Dorothea (Iris Berben, links) neu heiraten und einen neuen Nachnamen annehmen? Dazu gibt es in der Familie sehr unterschiedliche Meinungen. (Bild: Constantin Film Verleih/Jürgen Olczyk)
Darf Dorothea (Iris Berben, links) neu heiraten und einen neuen Nachnamen annehmen? Dazu gibt es in der Familie sehr unterschiedliche Meinungen. (Bild: Constantin Film Verleih/Jürgen Olczyk)

Lyle - Mein Freund, das Krokodil

Familie Primm ist nach New York gezogen - eine große Sache, aber nicht jeder freut sich darüber. Der kleine Josh (Winslow Fegley) tut sich schwer in der neuen Umgebung, findet keine neuen Freunde, und die neue Schule ist auch blöd. Aber die Dinge werden sich für ihn bald grundlegend ändern, und das vor allem dank Lyle. Lyle wohnt oben im Dachgeschoss, liebt Kaviar, trägt einen schicken Schal, singt und tanzt gerne. Und, achja, Lyle ist ein Krokodil.

"Lyle, Lyle, Crododile" heißt der Kinderfilm für die ganze Familie, der auf einer gleichnamigen 60er-Jahre-Buchreihe von Bernard Waber basiert, im Original. In der deutschen Kino-Fassung ist es, nicht ganz so klangvoll, "Lyle - Mein Freund, das Krokodil". Dass dieser Lyle ein Krokodil ist, findet Josh wahnsinnig spannend, und wirklich Angst hat er auch nicht. Die beiden verstehen sich super.

Aber ein Krokodil, mitten in New York, als neues Familienmitglied? Damit haben die Eltern von Josh (Constance Wu, Scoot McNairy) durchaus ihre Probleme und der Vermieter Mr. Grumps (Brett Gelman) sowieso. Sehr viel netter als dieser gemeine Mr. Grumps ist da schon der eigentliche Besitzer von Lyle, der etwas skurrile Showman Hector Valenti (Javier Bardem). Gemeinsam touren sie durch die Stadt, haben viel Spaß. Aber kriegen sie es auch hin, dass Lyle bei Josh bleiben darf?

"Lyle - Mein Freund, das Krokodil" mischt Realfilm und Animation, ist dabei aber in weiten Teilen auch Musical. Pop-Superstar Shawn Mendes synchronisierte für die Originalfassung das Krokodil Lyle und sang auch einige Lieder extra für diesen Film ein. Das Drehbuch zu dem turbulenten Kroko-Abenteuer schrieb William Davies ("Drachenzähmen leicht gemacht", "Der gestiefelte Kater", "Johnny Englisch"), Regie führten Will Speck und Josh Gordon ("Umständlich verliebt", "Office Christmas Party").

"Lyle - Mein Freund, das Krokodil" basiert auf einer Kinderbuch-Reihe aus den 1960-ern. Der Titelheld wurde im Original von Pop-Superstar Shawn Mendes synchronisiert. (Bild: Sony Pictures)
"Lyle - Mein Freund, das Krokodil" basiert auf einer Kinderbuch-Reihe aus den 1960-ern. Der Titelheld wurde im Original von Pop-Superstar Shawn Mendes synchronisiert. (Bild: Sony Pictures)