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Emma Watson spricht über ihre Schauspielpause: "Ich fühlte mich ein wenig eingesperrt"

Bei einem Interview mit der britischen "Financial Times" verriet Emma Watson, warum sie eine Schauspielpause einlegte. "Ich war nicht sehr glücklich", erklärte sie. (Bild: 2023 Getty Images/Jamie McCarthy)
Bei einem Interview mit der britischen "Financial Times" verriet Emma Watson, warum sie eine Schauspielpause einlegte. "Ich war nicht sehr glücklich", erklärte sie. (Bild: 2023 Getty Images/Jamie McCarthy)

Seit 2019 wurde es still um Schauspielerin Emma Watson, zuletzt war der "Harry Potter"-Star in "Little Women" zu sehen. Die Pause hatte einen guten Grund, wie die 33-Jährige nun der britischen "Financial Times" verriet. "Ich war nicht sehr glücklich, wenn ich ehrlich bin", erklärte sie.

Viele kennen Emma Watson als die junge und mutige Zauberin Hermine Granger aus den "Harry Potter"-Verfilmungen. Durch die Filmreihe wurde sie als Kind über Nacht zum Weltstar. Und auch sonst kann Watson auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Allerdings stand die 33-Jährige seit "Litte Women" (2019) und dem Dokumentarfilm "Rückkehr nach Hogwarts" (2022) in den letzten Jahren für keine weitere Produktion vor der Kamera. Im Interview mit "Financial Times" erklärte sie, warum

"Ich war nicht sehr glücklich, wenn ich ehrlich bin", begründete sie ihre Schauspielpause. "Ich glaube, ich fühlte mich ein wenig eingesperrt. Was mir wirklich schwerfiel, war die Tatsache, dass ich etwas verkaufen musste, über das ich eigentlich keine Kontrolle hatte." Watson: "Vor einem Film zu stehen und jeden Journalisten fragen zu lassen: 'Wie passt das zu Ihrem Standpunkt?' Es war sehr schwierig, das Gesicht und die Sprecherin für etwas zu sein, bei dem ich nicht in den Prozess eingebunden war."

Emma Watson: Rechenschaft ablegen zu müssen ist "wirklich frustrierend"

Zudem hatte die 33-Jährige das Gefühl, für Vergehen bestraft zu werden, mit denen sie gar nichts zu tun hatte. "Ich wurde auf eine Art und Weise zur Rechenschaft gezogen, die ich allmählich wirklich frustrierend fand, weil ich keine Stimme hatte, kein Mitspracherecht", erklärte sie, "Mir wurde klar, dass ich mich nur vor Dinge stellen wollte, bei denen ich, wenn mich jemand kritisieren würde, sagen könnte, ohne mich dafür zu hassen: 'Ja, ich habe Mist gebaut, es war meine Entscheidung, ich hätte es besser machen sollen.'"

Watson arbeite nun vermehrt hinter der Kamera und führte Regie bei einer Werbekampagne für Prada. "Die Leute sagten mir immer, ich solle Regie führen und produzieren, selbst als ich bei Potter war", verriet sie. Doch sie hatte "Angst, dass es nur technisch und nicht kreativ ist und ich nicht das einbringen könnte, was ich für meine Fähigkeiten halte."

Erst, als sie ihrem Bruder half, seine Firma voranzutreiben, wurde ihr klar, dass "ich eigentlich ziemlich viel darüber weiß". "Regisseurin zu sein, schien unerreichbar zu sein. Ich glaube, ich hatte kein Vertrauen darin. Ich weiß, es scheint seltsam zu sein. Ich meine, ich bin auf einem Filmset aufgewachsen."

Trotz allem wolle Watson "unbedingt" wieder als Schauspielerin arbeiten. "Ich liebe, was ich tue", erläuterte sie. "Es geht darum, einen Weg zu finden, es zu tun, bei dem ich mich nicht in verschiedene Gesichter und Menschen aufteilen muss. Und ich möchte einfach nicht mehr in den Robotermodus wechseln. Ergibt das einen Sinn?"