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"Erschießen wir den Hund?": Martin Rütter schockiert von knallhartem Wesenstest

Bei "Martin Rütter – die Welpen kommen" gab es ein Wiedersehen mit Hündin Irma - allerdings war der Anlass des Besuchs kein schöner: Irma musste einen Wesenstest bestehen, dessen strenge Vorgaben selbst den Hundeprofi schockierten.

Martin Rütter
Martin Rütter ist schockiert über die strengen Wesenstests in Hessen. (Bild: RTL / Arya Shirazi)

In der aktuellen Folge "Martin Rütter – die Welpen kommen" (sonntags um 16.50 Uhr auf RTL oder auch auf dem Streamingportal RTL+) geht es für den Tierexperten nach Bad Homburg zu der Familie Palchyk und ihrem American-Staffordshire-Terrier Irma.

Zuschauer*innen könnten Irma bereits bekannt sein, denn schon in der letzten Staffel der Sendung kam sie zu der Familie. Jetzt, ein Jahr später, steht der erneute Besuch von Martin Rütter an, denn Irma steht ein wichtiger Test bevor - der über Leben und Tod entscheidet. Irma gehört aufgrund ihrer Rasse zu den sogenannten Listenhunden, im Volksmund auch als Kampfhunde bekannt. Diese Hunde werden per Gesetz als gefährlich oder potentiell gefährlich angesehen.

Was sind Listenhunde?

Bei der Einstufung als Listenhund spielt erst einmal nur die Rassenzugehörigkeit eine Rolle, es ist egal ob ein einzelner Hund jemals auffällig geworden ist oder nicht. Der Grund dafür ist, dass bestimmte Rassen früher besonders muskulös und kräftig gezüchtet wurden, um bei Tierkämpfen eingesetzt werden zu können. Noch heute verfügen viele von ihnen über diesen kräftigen Körperbau und manche gehen davon aus, dass von ihnen auch ein höheres Aggressionspotential ausgeht, was jedoch umstritten ist.

Deshalb steht nun auch Irma auf der Liste der potentiell gefährlichen Hunde und muss, da sie im Bundesland Hessen lebt, einen Wesenstest bestehen, um zu beweisen, dass von ihr tatsächlich keine Gefahr ausgeht. Nur wenn die Hündin diesen Test besteht, darf sie wieder mit zu ihrer Familie kommen - dementsprechend ist die Anspannung bei allen groß. Aber weil sie viel zuhause geübt haben, hoffen alle auf das Beste: "Heute zeigen wir der Welt, was für ein toller Hund die Irma ist", so Mama Isika.

Bei Isy Palchyk und ihrer Familie breitet sich Nervosität aus. Ihre Staffordshire-Terrier-Dame Irma muss zum Wesenstest. 

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Bei Isy Palchyk und ihrer Familie breitet sich Nervosität aus. Ihre Staffordshire-Terrier-Dame Irma muss zum Wesenstest. (Bild: RTL / RTL Studios)

So meistert Hündin Irma den Wesenstest

Bei dem Test werden die Hunde extremen Stresssituationen ausgesetzt, um zu testen, wie sie darauf reagieren. Konkret heißt das bei Irma: Die Hündin muss sich widerstandslos von der Testerin ins Maul gucken lassen, dann kommt es zur Konfrontation mit zwei fremden Hunden sowie Kindern und letztendlich zum Härtetest, als die Tierärztin mit einer provozierenden und ruckartigen Geste auf sie zugeht.

Aber Irma bleibt ruhig. Sie lässt alles über sich ergehen, wedelt mit dem Schwanz und meistert den Wesenstest mit Bravour. Geschafft - Irma darf bei ihrer Familie bleiben. Doch im Anschluss bleibt nicht nur bei Martin Rütter ein flaues Gefühl im Magen. Auch die erfahrene Testerin kritisiert die strengen Regeln: Bei Nichtbestehen gebe es keinen zweiten Versuch, der Hund müsste sein Zuhause sofort verlassen.

Rütter fragt schockiert nach: "Dann wird es ja wirklich abstrus. Ich meine, was passiert dann mit dem Hund? Erschießen wir den Hund? Essen den auf oder sperren den ins Tierheim?" Und tatsächlich bestätigt die Testerin: "Hessen ist ein ganz brutales Hundeland. Hier sind am Anfang wahnsinnig viele Hunde eingeschläfert worden. Viel mehr als in anderen Bundesländern."

Rütter: "Das ist das aller lächerlichste"

Ein weiteres Problem, dass der Hundeprofi scharf kritisiert: Die Halter müssen ein paar Fragen zur Hundehaltung beantworten - eine Erfahrung, die Rütter selber einmal machen musste, und an die er nur schlechte Erinnerungen hat: "Das ist das Allerlächerlichste. Es ist in Nordrhein-Westfalen so, dass in der aktuellen Sachkundeprüfung Fragen auf eine Art und Weise beantwortet werden sollen, die wissenschaftlich falsch sind."

Er habe sich damals geweigert die Fragen zu beantworten, sondern "denen geschrieben und gesagt: 'Passt mal auf. Ich biete euch an, dass wir das kostenlos überarbeiten und dann sehen wir uns wieder. Ansonsten leckt mich mal!' Habe ich nie wieder von gehört. Eine ganz spannende Sache."