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Estland: Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche ausgewiesen

Estland hat dem Oberhaupt der Estnisch-Orthodoxen Kirche die Verlängerung seines Aufenthalts verweigert.

Wie die estnischen Behörden mitteilten, wurde Metropolit Eugeni vom Moskauer Patriarchat wiederholt dazu aufgefordert damit aufzuhören, die Ansichten des Kremls zu unterstützen und die Invasion in der Ukraine zu rechtfertigen.

Es habe nichts damit zu tun, "dass wir die Kirche als Gefahr sehen, sondern es hat mit einer bestimmten Person zu tun", erklärte Indrek Aru, Leiter des estnischen Grenzschutzes. "Es hat mit Sicherheit nichts mit der religiösen Bewegung an sich zu tun, wir sehen da kein Problem."

Nach Angaben des Innenministeriums stellt der russische Staatsbürger ein "Sicherheitsrisiko" für Estland dar und wird deshalb ausgewiesen. Der Metropolit bestreitet dies. Er sei "gegen jegliche Art von Krieg". Das habe man bereits in den Botschaften gesagt, "also gibt es hier nichts Neues hinzuzufügen".

Metropolit Eugeni muss Estland nun bis zum 6. Februar verlassen - dann läuft seine Aufenthaltsgenehmigung aus. Der russische Einmarsch in die Ukraine ist ein sehr sensibles Thema im Baltikum. In den Staaten lebt immer noch eine große russischsprachige Minderheit.