Eurozone: Industrie profitiert vom schwachen Euro – Schäuble fordert Kurswende in der Geldpoltik

In der Eurozone hat sich die Stimmung in den Unternehmen überraschend weiter aufgehellt und den höchsten Wert seit sechs Jahren erreicht. Der Einkaufsmanagerindex stieg im April um 0,3 auf 56,7 Punkte, so das Marktforschungsunternehmen IHS Markit – so ausgelassen war die Stimmung seit April 2011 nicht. 50 Punkte gelten als Wachstumsschwelle. Volkswirte hatten mit unverändert 56,4 Punkten gerechnet.

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Dabei fühlten sich Industrie und Dienstleistungssektor besser. Aus Frankreich wurde das kräftigste Wachstum seit Mai 2011 gemeldet, während die deutsche Wirtschaft nicht mehr ganz so kräftig zulegte wie im Vormonat, aber auf hohem Niveau blieb. Markit-Chefökonom Chris

Williamson sprach von einer «Glückssträhne». “Die Industrie hat eindeutig vom schwachen Euro profitiert, der das höchste Exportorderplus seit sechs Jahren nach sich gezogen hat”.

Bankenregulierung: Schäuble verteidigt seine Kritik an der EZB https://t.co/dnzRY7eBxZ— Domeniktv Wirtschaft (@DtvWirtschaft) 21. April 2017

Vor diesem Hintergrund forderte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in ungewohnt deutlichen Worten eine Kurswende der Zentralbanken in Europa und andernorts.

“Die ultralockere Geldpolitik, die es in vielen Regionen gibt, ist nicht hilfreich”, so Schäuble.

su mit dpa

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