Werbung

Erstaunliches Geständnis nach Zverevs 5-Satz-Krimi

Olympiasieger Alexander Zverev hat eine Blamage bei den Australian Open nur mit größter Mühe und dank starker Nerven abgewendet. Der Hamburger überstand gegen den slowakischen Qualifikanten Lukas Klein in der zweiten Runde einen Fünfsatz-Thriller und siegte erst nach über vier Stunden Spielzeit mit 7:5, 3:6, 4:6, 7:6 (7:5), 7:6 (10:7)

„Er hat unglaublich gespielt“, sagte Zverev nach der Partie über seinen Gegner - und gab zu: „Ich dachte, es gibt heute um 23 Uhr einen Heimflug für mich. Ich wusste teilweise nicht, was ich tun sollte. Er hatte es mehr verdient zu gewinnen. Seine Weltranglistenposition sagt überhaupt nichts aus.“

Auf der Jagd nach seinem ersten Grand-Slam-Titel muss sich der Hamburger deutlich steigern, am Donnerstag wackelte er bedenklich. Schon zum Auftakt hatte er in vier Sätzen gegen Landsmann Dominik Koepfer reichlich Mühe. Nächster Gegner ist der 19-jährige US-Amerikaner Alex Michelsen (Nummer 91 der Weltrangliste).

Zverev nutzt dritten Matchball

Gegen Klein, den furios aufspielenden 163. der Weltrangliste, fand Zverev kaum zu seinem Spiel, auch eine 1:0-Satzführung brachte dem 26-Jährigen kein Selbstvertrauen. Von seiner starken Form zum Jahresstart war am Donnerstag nichts zu sehen. Im Tiebreak des vierten Satzes behielt er mit starken Nerven die Oberhand und drehte dann im fünften Durchgang entscheidend auf.

Unter dem geschlossenen Dach der John Cain Arena nutze er im dramatischen finalen Tiebreak seinen dritten Matchball. In der dritten Runde trifft Zverev auf den US-Amerikaner Alex Michelsen.

Zverev hatte das Jahr mit dem Triumph beim United Cup stark gestartet, am Yarra River sucht er aber noch seinen Rhythmus. Als Nummer sechs der Welt zählt der Hamburger beim ersten Major-Turnier des Jahres zum Favoritenkreis. Sein bestes Ergebnis in Melbourne ist der Halbfinaleinzug 2020.

Auch Jan-Lennard Struff musste über fünf Sätze gehen, den Warsteiner ereilte aber dramatisch das Aus. Struff verlor ein packendes Match gegen den Serben Miomir Kecmanovic mit 4:6, 6:1, 6:7 (5:7), 6:1, 6:7 (9:11) und verpasste den erstmaligen Einzug in die dritte Runde von Melbourne trotz eigener Matchbälle.

-----

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)