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Nach der Feuerpause: Der Krieg in Nahost ist wieder voll entbrannt

Das israelische Militär hat am Freitag ein Video veröffentlicht, das angeblich einen Artillerieangriff auf militante Kämpfer zeigt, die im Libanon nahe der Grenze zu Israel operieren.

Die militante libanesische Hisbollah-Gruppe hat offenbar mehrere israelische Armeeposten entlang der Grenze zwischen den beiden Ländern angegriffen.

Israel beschoss am Freitag ein Dorf im Südlibanon, wobei nach offiziellen Angaben zwei Zivilisten getötet wurden.

Blinken beschuldigt Hamas

Bevor er nach seiner Teilnahme am Weltklimagipfel (COP28) in Dubai in ein Flugzeug stieg, sagte der US-Außenminister Antony Blinken dass die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas zu Ende gegangen sei, weil die Hamas "ihre Verpflichtungen nicht eingehalten" habe.

Weiter sagte Blinken auf dem Rollfeld: "Ich habe mich auf ein paar Dinge fokussiert. Ich versuche zu sehen, was wir tun können, um die Geiseln aus Gaza und aus den Händen der Hamas zu bringen. Wie können wir die humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza aufrechterhalten und verstärken? Wir müssen auch klären, wie Israel sicherstellen kann, dass die Hamas nie wieder in der Lage ist, das zu tun, was sie am 7. Oktober getan hat.

Nach Auslaufen der Feuerpause kamen zunächst keine Hilfslieferungen mehr über den Grenzübergang Rafah im Gazastreifen an.

Auch Grenzstadt Rafah unter Beschuss

Von der palästinensischen Nachrichtenagentur Quds News veröffentlichte Aufnahmen zeigen Personen, die Verletzte aus zerstörten Gebäuden in Rafah tragen.

Seit der Wideraufnahme der israelischen Luftangriffe sind nach palästinensischen Angaben mehr als 170 Menschen im Gazastreifen getötet worden.

Die israelische Armee bestätigte den Tod von fünf Geiseln in dem Gebiet. Die Familien der Getöteten seien informiert worden.

Die Armee berichtete auch über den dutzendfachen Beschuss israelischen Gebiets aus Stellungen in Gaza. In grenznahen Gemeinden erschallte Luftalarm.

US-Präsident Joe Biden sagte zu Verhandlungen über eine Beruhigung der Lage: Die Hamas habe bisher noch keine Geiselliste vorgelegt, die eine weitere Verlängerung der Pause ermöglichen würde..