Fiese Rache an Harvey Weinstein: Elijah Wood enthüllt Detail zu "Herr der Ringe"

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Elijah Wood spielte in den drei "Herr der Ringe"-Filmen den Hobbit Frodo Beutlin. (Bild: 2021 Santiago Felipe / Getty Images)
Elijah Wood spielte in den drei "Herr der Ringe"-Filmen den Hobbit Frodo Beutlin. (Bild: 2021 Santiago Felipe / Getty Images)

Zwanzig Jahre nach der Veröffentlichung des ersten "Der Herr der Ringe"-Films enthüllt Hauptdarsteller Elijah Wood ein lustiges Detail: Aus Rache an Harvey Weinstein sei eine Ork-Maske extra wie der inzwischen inhaftierte Filmproduzent gestaltet worden.

Es ist eine unglaubliche und zugleich höchst unterhaltsame Geschichte: Das Gesicht des inzwischen inhaftierten Filmproduzenten Harvey Weinstein war angeblich Vorbild für einen Ork in "Der Herr der Ringe". Wie es zu diesem sicher ungewollten Auftritt kam, verriet der "Frodo"-Darsteller Elijah Wood am Montag in dem Podcast "Armchair Expert".

Anlass für das Gespräch war das Jubiläum des ersten "Herr der Ringe"-Films, der vor 20 Jahren erschien. Der lange Weg bis zur Weltpremiere in London scheint dem Podcast-Moderator Dax Shepard allerdings fast genauso gut zu gefallen wie der Film selbst, wie er in dem Interview mit Wood verriet: Mitte der 1990-er, fasste er zusammen, habe Miramax die Rechte an den Büchern von J. R. R. Tolkien erworben. Anschließend wurden einige Millionen Dollar in die Entwicklung investiert. Doch dann sei man zu dem Punkt gekommen, an dem der Produzent und Regisseur Peter Jackson sowie seine Partnerin Fran Walsh mit der Umsetzung unglücklich gewesen seien. Deshalb bat Jackson den Miramax-Mitbegründer Harvey Weinstein darum, den Film an ein anderes Studio verkaufen zu dürfen.

Späte Rache an Harvey Weinstein

Miramax willigte ein, stellte aber zwei Bedingungen für den Verkauf auf: "Erstens: Ihr müsst ihn an diesem Wochenende arrangieren. Und zweitens: Derjenige, der zustimmt, muss zustimmen, alle drei Filme auf einmal zu machen", fasste Shepard zusammen. "Das Zeitfenster war wahnsinnig", gab Wood nun zu. "Sie haben sich in der Stadt umgesehen. Peter [Jackson, Anmerkung der Redaktion] hat ein Pitch-Video gemacht, das ziemlich beeindruckend ist und an verschiedenen Orten gezeigt wurde." Dennoch gestaltete sich der Deal schwierig: "Die meisten Leute sträubten sich gegen die Idee, mehr als einen Film zu machen. Die allgemeine Meinung war: 'Nein, ihr müsst sehen, wie [der erste Film] ankommt und dann den Rest eures Geldes investieren.'"

Erst als Jackson Bob Shaye von New Line Cinema traf, begann das Blatt sich zu wenden: Der Überlieferung nach seien Jackson und sein Team mit zwei Filmen in die Verhandlung gegangen, Shaye habe allerdings gesagt: "'Wir müssen drei machen." Er sei "ein unglaubliches Risiko" eingegangen, fuhr Wood fort. "Miramax dachte, es gäbe überhaupt keine Chance."

An diesem Punkt erinnerte sich Wood an eine Anekdote, die erst kürzlich in dem Podcast "The Friendship Onion" der "Herr der Ringe"-Darsteller Dom Monaghan und Bill Boyd thematisiert worden sei: In einem Gespräch mit dem Samwise-Darsteller Sean Astin habe dieser sich an seinen ersten Tag in Neuseeland erinnert: "Er hatte diese Ork-Masken gesehen. Und eine der Ork-Masken - und daran erinnere ich mich lebhaft - war so gestaltet, dass sie wie Harvey Weinstein aussah, als eine Art F*** dich." Unter allgemeinem Gelächter fügte Wood hinzu: "Ich denke, es ist in Ordnung, jetzt darüber zu reden, der Kerl ist verdammt noch mal inhaftiert. Scheiß auf ihn." Anfang 2020 wurde Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen wie Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

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