Finale mit Stargast: So geht Klaas Heufer-Umlaufs Provinzserie zu Ende

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Jan (Klaas Heufer-Umlauf, links) muss in der neuen Staffel "Check Check" so einiges ertragen. (Bild: Joyn / ProSieben / Georg Wendt)
Jan (Klaas Heufer-Umlauf, links) muss in der neuen Staffel "Check Check" so einiges ertragen. (Bild: Joyn / ProSieben / Georg Wendt)

Mit "Check Check" schuf Klaas Heufer-Umlauf eine charmante Ode an die Provinz. Nun zeigt Joyn die finale dritte Staffel der Dramedy-Serie.

Mittlerweile hat er sogar eine eigene Statue: Vor dem Berliner Hauptbahnhof steht ein überlebensgroßes Abbild von Klaas Heufer-Umlauf, enthüllt im Frühling dieses Jahres von seinem langjährigen TV-Partner Joko Winterscheidt, natürlich live im Fernsehen. Und, man muss es sagen: Inzwischen ist der Moderator und Entertainer ja wirklich eine kleine Institution. Kaum einer zeigt mit so viel Gespür für Ironie und Details, wie hemmungsloser Quatsch und wichtige Kritik auch im Privatfernsehen miteinander einhergehen können. Das beweist er bei "Late Night Berlin" ebenso wie bei so mancher "Joko & Klaas gegen ProSieben"-Aktion. Mit seiner Dramedy "Check Check" zeigte Heufer-Umlauf 2019 sogar ein Faible für tragikomische fiktionale Stoffe - und das als Showrunner, Produzent, Co-Autor und Hauptdarsteller gleichzeitig. Nun geht die hochcharmante Provinz-Serie in die finale dritte Staffel (ab 23. September, Joyn Plus+).

Heufer-Umlauf spielt abermals den Großstädter Jan, der zur Pflege des dementen Vaters (Uwe Preuss) zurück ins Heimatkaff Simmering gezogen ist und sich dort als Mitarbeiter am örtlichen Kleinstflughafen Geld dazuverdient. Nachdem die Truppe um Ertu (Kailas Mahadevan), Harald (Jan Georg Schütte), Ingrid (Petra Kleinert) und Samira (Sara Fazilat) in Staffel 2 kurzarbeitsbedingt eine Sicherheitsfirma gründete und alles in Chaos zu versinken drohte, scheint Jan diesmal genug zu haben: Er will weg aus der Provinz und in Berlin einen neuen Job als "Experte" bei einem Startup beginnen. Um seinen vergesslichen Papa aber nicht allein zu lassen, nimmt er ihn prompt mit in die Hauptstadt. "Check Check" kehrt an den Anfangsort zurück - zumindest vorerst.

Die Flughafen-Crew um Jan (Klaas Heufer-Umlauf, zweiter von links) kehrt für eine finale Staffel zurück. (Bild: Joyn / ProSieben / Georg Wendt)
Die Flughafen-Crew um Jan (Klaas Heufer-Umlauf, zweiter von links) kehrt für eine finale Staffel zurück. (Bild: Joyn / ProSieben / Georg Wendt)

Kai Pflaume als Stargast

Denn - wie so oft in dieser ebenso unaufgeregten wie sympathischen Serie - geht so einiges schief: Die neue Arbeitsstelle von Jan erweist sich am ersten Tag als ziemlicher Betrug, und zu allem Überfluss verschwindet auch noch sein Vater aus dem Hotel, in dem ihn untergebracht hat. Vor allem aber wollen die liebgewonnenen Flughafenkollegen ihren Kumpel wiederhaben: Gerade Chefin Sabine (Doris Golpashin) setzt alles daran, Jan zur Rückkehr zu bewegen - schließlich empfindet sie etwas mehr für ihn. Geplant ist zu diesem Zweck sogar - die Absurditäten nehmen in dieser Staffel noch zu - ein Golfturnier, zu dem auch Promis geladen sind: TV-Moderator Kai Pflaume spielt sich selbst als Stargast, der am Wettbewerb teilnimmt.

"Es geht in 'Check Check' ums Nachhausekommen. Das ist nicht nur nervig oder albern, sondern hat auch eine große Melancholie", sagte Heufer-Umlauf einmal über seine Serie. Diese Tonalität prägt auch die acht neuen Folgen, die mit subtilem Humor, bisweilen aber auch mit brachialem Witz daherkommen. Getragen wird die liebenswerte Geschichte nach wie vor von ihren durchweg liebenswerten Charakteren, Heufer-Umlauf hat ein Serien-Kleinod geschaffen, das nicht mehr - aber auch nicht weniger - zu sein vorgibt, als es ist: eine herzlich-ironische Ode an die Provinz.

Jan (Klaas Heufer-Umlauf, links) nimmt seinen Vater (Uwe Preuss) mit nach Berlin. (Bild: Joyn / ProSieben / Georg Wendt)
Jan (Klaas Heufer-Umlauf, links) nimmt seinen Vater (Uwe Preuss) mit nach Berlin. (Bild: Joyn / ProSieben / Georg Wendt)
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