Ex-Nervenklink: Flüchtlingsunterkunft auf Bonhoeffer-Gelände wird geräumt

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Berlin. Weil mehr Menschen Asyl suchen, müssen die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft auf dem ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklink-Gelände umziehen – und zwar in andere Bezirke. Die Initiative „Willkommen in Reinickendorf“ kritisiert das Vorhaben des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) stark.

Viele Menschen sehen die Gemeinschaftsunterkunft als einen Ort, an dem sie nach ihrer Flucht ankommen konnten, haben sich mit der Zeit Netzwerke aufgebaut. Das ist nun vorbei. Denn alle müssen umziehen, teilweise sogar in andere Bezirke. Das LAF gibt als Grund für diesen Schritt an, dass die Zugangszahlen von neuen asylsuchenden Menschen stark gestiegen sei. Die sind im Ankunftszentrum (AKUZ) ebenfalls auf dem ehemaligen Gelände der Karl-Boenhoeffer-Nervenklinik untergebracht. Zum Registrierungsprozess gehöre auch eine medizinische Untersuchung der Asylsuchenden durch die Charité, heißt es. Aufgrund der Pandemiesituation werden daher alle Personen auch auf Covid-19 getestet. Und die müssen, wie alle auf das Coronavirus getesteten Personen, bis zum vorliegenden Ergebnis separat untergebracht werden. „Dies benötigt mehr Platzkapazitäten im Ankunftszentrum als sonst, ermöglicht aber einen geordneten Registrierungsprozess trotz der Pandemiesituation“, heißt es seitens des LAF.

Das Problem sei, dass durch die derzeit hohen Fallzahlen sowie die hohe Auslastung der Labore die Menschen oftmals länger in Quarantäne bleiben müssten, wodurch mehr Plätze für die gesonderte Unterbringung benöt...

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