Formel-1-Simulator und "Bootcamp": WWM-Kandidat überließ nichts dem Zufall

Kandidat Maik Müller (33) hat sich in einem Trainingscamp auf seine Teilnahme bei
Kandidat Maik Müller (33) hat sich in einem Trainingscamp auf seine Teilnahme bei

 

Verkehrte Welt bei "Wer wird Millionär?": Während sich ein Kandidat in einem Trainingscamp intensiv auf das TV-Quiz vorbereitete, wollte ein anderer eigentlich gar nicht kommen. Beide erspielten bei Günther Jauch am Ende 32.000 Euro und können am Freitag auf drei Millionen Euro hoffen.

Was für ein kurioser Abend in der "3-Millionen-Euro-Woche" von "Wer wird Millionär?": Günther Jauch gegenüber saßen zwei Kandidaten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Radiomoderator Maik Müller aus Potsdam hatte sich perfekt auf seinen Auftritt in der Quizshow vorbereitet, wie er erzählte: Er hatte eigens ein "Bootcamp" besucht, um sich fit zu machen.

"Ich saß in einem Formel-1-Simulator, um meine Reaktionen zu steigern, und ich hatte einen Sprach- und Mimiktrainer", gab der 33-Jährige Auskunft. "Der hat mir den Tipp gegeben, dass ich bei meinen Antworten genau auf ihre rechte Augenbraue achten soll." Günther Jauch entgegnete pikiert: "Dieser Trainer unterstellt mir, dass ich mit immer demselben blöden Gesichtsausdruck hier sitze und das in einem Vierteljahrhundert nicht einmal zu einer Variation gebracht habe? Na, den schicken sie mir mal vorbei!" Müller lachte: "Es geht eher darum, dass man manche Dinge nicht bewusst steuern kann."

Die Mühe wurde belohnt: Der Radiomoderator spielt im Finale um drei Millionen Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Die Mühe wurde belohnt: Der Radiomoderator spielt im Finale um drei Millionen Euro. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

 

Kandidat vergleicht Günter Jauch mit Goofy

Müller steuerte sich in der Risikovariante souverän bis zur 64.000-Euro-Frage. Dann verließ ihn sein Mut: Gesucht wurde nach der Bedeutung des Begriffes "Anstellgut". Verwendet man es um a) Sauerteig zuzubereiten b) Kaminfeuer zu entzünden c) Krafttraining zu absolvieren oder d) ein Hochbeet anzulegen. Der Kandidat tendierte zu Lösung b), sicherte sich dann aber doch die 32.000 Euro. Gut so, denn richtig wäre der Sauerteig gewesen.

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Trotzdem blieb noch Zeit für einen kleinen verbalen Schlagabtausch, in dem der Radiomoderator erwähnte, er habe gegen Günther Jauch vor langer Zeit einmal Fußball gespielt. Der habe ihn mit seinen Bewegungen etwas an die Comicfigur Goofy erinnert. Günther Jauch konterte schlagfertig: "Wenn ich mit ihnen Trikottausch gemacht hätte, würde ich mich daran erinnern." Müller lachend: "Touché!" Er kämpft am Freitag (5. Januar, 20.15 Uhr auf RTL) im Finale um drei Millionen Euro.

Kandidat Heiko Borscheid wurde von einer unbekannten Person bei WWM angemeldet. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Kandidat Heiko Borscheid wurde von einer unbekannten Person bei WWM angemeldet. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

 

Kandidat zu Jauch: "Sind ein ganz netter Kerl!"

Viel zu lachen gab es auch mit Kandidat Heiko Borscheid aus Gaggenau. "Sie sind ja eine traurige Existenz", kündigte ihn Jauch an. Kurios: Der 50-Jährige hatte sich selbst gar nicht beworben, ein/e Unbekannte/r hatte ihn heimlich angemeldet. "Ich weiß bis heute nicht, wer mich angemeldet hat", gestand der Pressesprecher einer Fußballfrauenmannschaft und scherzte, "ich denke, der meldet sich ab einem Gewinn von 100.000 Euro".

Der Mann mit dem auffälligen Pferdeschwanz und Tattoos auf Hals und Handrücken schlug sich jedoch erstaunlich gut. Erst bei der 64.000-Euro-Frage war er mit seinem Latein am Ende. Sie lautete: "Welches Land belegt in den Ranglisten der Bundesländer nach Fläche und nach Einwohnerzahl jeweils denselben Platz?". Jauch warnte, dass die Frage viel zu erklärungsbedürftig für einen Telefonjoker sei. Borscheid meinte: "Aber ich kann ja nicht mit einem Joker nachhause gehen! Dann quatschen wir eben ein bisschen."

Dann machte der Moderator einen unerwarteten Vorschlag: "Das ist eine Ausnahme: Zum ersten Mal in der Geschichte sage ich dem Joker vorher, wie die Frage lautet!" Dieses großzügige Angebot nahm der Kandidat erleichtert an. Nachdem er mithilfe des 50:50-Joker schon zwei falsche Antworten eliminiert hatte, standen nur noch Baden-Württemberg und Berlin zur Auswahl. Der Telefonjoker tippte auf Baden-Württemberg (richtig). Doch ganz sicher war er nicht.

Heiko Borscheid, der Kandidat wider Willen, traf eine Entscheidung: "Das wäre Harakiri! Dafür, dass ich gar nicht herkommen wollte, hat mir das unheimlich Spaß gemacht" - dann wandte er sich direkt an Günther Jauch und grinste: "Sie sind ein ganz netter Kerl!" Neben Heiko Borscheid und Maik Müller qualifizierten sich noch zwei weitere Kandidaten für das Finale: Sie alle haben am Freitag bei "Wer wird Millionär?" die Chance, drei Millionen Euro zu gewinnen.