Fotografie: Camera Work Berlin würdigt Thomas Billhardt

Fotograf Thomas Billhardt wird bald 80 Jahre alt. Camera Work widmet dem Berliner nun eine Ausstellung.

Wenn er auf den Auslöser drückt, hat er keine Angst. Egal, was da um ihn rum geschieht. Ob Bomben fallen, ein Bürgerkrieg wütet oder Fidel Castro die sozialistische Weltrevolution ausruft. All das hat er gesehen. Aber wenn er durch den Sucher seiner Kamera blickt, auf der Jagd nach dem einen Bild, dann spürt er plötzlich keine Furcht mehr. Da ist nur die Sehnsucht nach dem Foto. Thomas Billhardt reist seit mehr als sechzig Jahren mit seiner Kamera um die Welt. In Kuba war er, Madagaskar, New York und Nordkorea, in Italien, Südafrika, Moskau und Bagdad.

Die Liste ließe sich weiterführen, immer weiter. Billhardt bereiste 49 Länder, von jeder Reise bleiben ihm unzählige Fotos. Viele sind in Magazinen und Zeitschriften erschienen, in Ausstellungen präsentiert worden, haben es zu internationaler Popularität gebracht. So wie seine Bilder aus dem Vietnamkrieg. Dorthin, wo Napalm herabregnete und Menschenleben zerfräste, zog es Billhardt zwölf Mal. Sein Foto, auf dem ein vietnamesisches Pärchen Hand in Hand unter Palmenzweigen schlendert, die Gewehre auf dem Rücken stets im Anschlag, machte ihn berühmt.

Bild Nr. 1:
CAMERA WORK / Thomas Billhardt

Diese Scheinidylle, in der Krieg und Alltag aufeinandertreffen, die interessiert ihn, noch immer. Im Mai wird Billhardt 80 Jahre alt. Deswegen widmet ihm die Galerie Camera Work die Ausstellung "Thomas Billhardt – Ein Leben in Bildern". Ab dem heutigen Sonnabend sind 100 seiner Fotografien im Fotohaus an der Kantstraße zu sehen.

Wenn Billhardt durch die hellen Räume geht, zeigt er auf di...

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