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Frust auf der SAT.1-Waage: Abnehmshow-Kandidat muss wegen 0,01 Prozent gehen

Unglücklichster Mann: Oelsi musste trotz ordentlicher Arbeit und wegen 0,01 Prozent geringerer Abnahme als Valentina das Camp verlassen. (Bild: SAT.1)
Unglücklichster Mann: Oelsi musste trotz ordentlicher Arbeit und wegen 0,01 Prozent geringerer Abnahme als Valentina das Camp verlassen. (Bild: SAT.1)

Ferrari oder Trabi: Was bringt einen sicherer ins Ziel? Gibt es Werwölfe auf Naxos? Fragen, die eine große Rolle spielten in der fünften Woche im Abspeck-Camp von "Leben leicht gemacht" (SAT.1). Aber die brutalsten Antworten gab wie immer die Waage.

Der "Quartett"-Modus mit vier Vierergruppen brachte bei "Leben leicht gemacht - The Biggest Loser" (SAT.) nicht nur harte Wettbewerbe, sondern auch doppeltes Leid: Am Ende mussten zwei Kandidaten das Camp verlassen, ein Blauer und ein "Oranje".

"Die Kandidaten müssen aus dem Schutz der Gruppe langsam heraus. Sie können sich nicht mehr so leicht hinter anderen verstecken, und ihre Eigenverantwortung steigt", erläuterte Campchefin Christine Theiss (43) den neuen Modus. Sie teilte auch die Kapitäne für die neuen Vierer ein: Camp-Youngster Laura (24) wurde Kapitänin bei "Blau-Pink", Valentina (34) wurde Kopf von "Blau-Grün". Bei den "Oranjes" erfolgte die Teilung in "Orange-Gelb" (Teamkapitän Torsten, 42) und "Orange-Lila" (Steuerfrau Pia, 29).

Die neue Konkurrenzsituation - es geht nicht nur gegen die "Andersfarbigen", sondern plötzlich sind die Hälfte der alten Freunde in meiner Gruppe auch Konkurrenten - machte allen zu schaffen. "Ich will meine Freunde nicht anfeinden", meinte Laura. Wer sich, wie Ása (48) schnell auf die Situation einstellte, war im Vorteil: "Wir suchen hier ja keine best Buddys, sondern Gleichgesinnte, die uns auf unserem Weg unterstützen." Und am Ende, das ist auch klar, kann nur eine/r gewinnen und um viele Kilo leichter, aber um 50.000 Euro schwerer die Heimreise antreten.

Wie macht man einen 200-Kilo-Mann platt? Matea (oben) gab bei der Challenge bei "Leben leicht gemacht" (SAT.1) perfekten Anschauungsunterricht. (Bild: SAT.1)
Wie macht man einen 200-Kilo-Mann platt? Matea (oben) gab bei der Challenge bei "Leben leicht gemacht" (SAT.1) perfekten Anschauungsunterricht. (Bild: SAT.1)

"Ferrari Salvo" drängt "Trabi Silke" ab - und explodiert

Manche suchten angesichts der vielen neuen externen Gegner lieber in den eigenen Reihen nach Stress. Beim ersten richtigen "innerfarblichen Trainingswettkampf" auf dem Laufband zofften sich jedenfalls die Orange-Gelben (OG) mehr innerhalb ihres Vierers als mit dem konkurrierenden Quartett von Orange-Lila (OL). Dabei wurde beim Laufband-Wettstreit OG die Taktik zum Verhängnis, dass man alleine auf "Laufwunder" Salvo (37) vertraute. Der sah sich durchaus als den Besten, litt aber auch unter dem Druck. Teamkapitän Torsten erkannte zwar: "Er glaubt immer, die Last der Welt auf seinen Schultern tragen zu müssen", fand aber keine Lösung. Zumal Salvo in der aufsteigenden Panik, alleine gegen das im Team (!) und abwechselnd arbeitende OL immer hektischer wurde und seine eigenen Leute anblaffte.

Die Misskommunikation führte zum Disput. Silke ("Ich fühlte mich nur als Lückenfüller") wurde maulig und wagte, die Superkraft von Supermann Salvo anzuzweifeln. Ob nicht vielleicht doch mal ein anderer ...? Salvo unwirsch: "Macht keinen Sinn, einen Langsameren zu nehmen, wenn der Ferrari auf die Tube drückt." Blöd nur: Silkes Einwand ("Wenn der Ferrari kaputt ist, wäre er dankbar für einen Trabi, der noch mal auf die Autobahn kann") wurde bittere Realität: Bildlich gesprochen platzte der Ferrari-Motor, Team OG verlor, Salvo schluchzte "Es tut mir leid", und Silke (40) schluchzte beleidigt ins Kissen.

Von einem gerissenen Band im Knie ließ sich eine Pia nicht erschüttern. Sie teilte Dr. Jan Arndt mit: "Ich bleibe!" (Bild: SAT.1)
Von einem gerissenen Band im Knie ließ sich eine Pia nicht erschüttern. Sie teilte Dr. Jan Arndt mit: "Ich bleibe!" (Bild: SAT.1)

Rammstein auf Naxos: "Das Gleichgwicht wird zum Verlust"

Auch die Challenge lief diesmal anders. In Stufe eins wurde sich innerfarblich bekämpft. Und zwar auf einer schwimmenden Luftplattform, auf der immer im Eins-gegen-Eins-Duell Schwämme des Gegners von der dümpelnden Plattform geschubst werden mussten. Selten wurde bei einer Challenge so viel gelacht, denn schon das Stehen auf der Schwimmmatte wurde zum grotesken "Tanzvergnügen". Da galt, um Rammsteins Text (aus "Sonne") zu zitierten, "das Gleichgewicht wird zum Verlust". Ásas Umschreibung: "Happy glitsching! Also, wenn man auf Götterspeise steht ..."

Aber es war ein anstrengendes Vergnügen. Vor allem für Torsten, der zunächst einmal seine Panik vor Wasser überwinden musste (dann am Ende aber sogar von der Plattform zurück an Land schwamm!). Oder für Robert (34), der bei Phillips (27) Sumo-Versuchen so lachen musste, dass Trainer Ramin Abtin (50) draußen zweifelte: "Phillip, hast du den Robert gekitzelt, oder was?" Später allerdings verging Robert das Lachen. Denn er wurde von seiner Kapitänin Laura gegen die orangelilafarbene Matea (31) ins finale Duell um 1,5 Kilogramm Gewichtsbonus für das Siegerquartett geschickt.

Innerfarblicher Wettkampf: Team Orange-Lila (rechts) und Team Orange-Gelb wetteifern, wer in 20 Minuten mehr Laufband-Kilometer schafft. (Bild: SAT.1)
Innerfarblicher Wettkampf: Team Orange-Lila (rechts) und Team Orange-Gelb wetteifern, wer in 20 Minuten mehr Laufband-Kilometer schafft. (Bild: SAT.1)

Drama bei der Challenge: "Ich bin froh, dass ich überlebt habe!"

Es war das Duell "Kampfsau" (Robert über Matea) gegen "Kampfbitch" (Matea über Robert). Im ersten Durchlauf checkte Matea den verdutzten Robert einfach weg (Pia: "Das war soooo geil!"), der von Mateas Aggresivität geschockt war: "Ohne Witz: Als hätt' sie 'nen Mond gesehen und wäre'n Werwolf geworden." Christine Theiss sah Roberts schreckverzerrtes Gesicht vom Strand aus: "Als wär ihm der leibhaftige Teufel begegnet." Immerhin: Robert schaffte den Ausgleich (Matea: "Der Mensch kann sich wehren."), unterlag der Österreicherin dann aber doch. "Ich bin froh, dass ich überlebt hab", stöhnte er.

Dann wurde es wieder ernst, denn die Waage hat keinen Sinn für Humor. Fies war diesmal: Wegen des Quartett-Modus wurde erst das schwächste Quartett von Orange und Blau ermittelt. Und dann musste von den beiden unterlegenen Teams der/die - nach prozentualer Abnahme - "smallest Loser" gehen. Bei Orange gewannen OG (Jessi, Silke, Salvo, Torsten) zwar die Waage, weil aber OL (Manuela, Matea, Pia, Leon) dank Matea den Gewichtsbonus gewonnen hatte, drehte das Kleeblatt um die "Challenge-Dominatorin" das Wiegematch. Am Ende musste Jessi (33) gehen, weil sie 0,03 Prozent weniger Gewicht verloren hatte als ihre Freundin Silke.

Die Laufband-Siegerteams wurden mit Botschaften aus der Heimat belohnt. Die rührenden Messages wurden nicht nur von Sandra (Mitte) mit Tränen quittiert. (Bild: SAT.1)
Die Laufband-Siegerteams wurden mit Botschaften aus der Heimat belohnt. Die rührenden Messages wurden nicht nur von Sandra (Mitte) mit Tränen quittiert. (Bild: SAT.1)

Bitter: Oelsi muss wegen 0,01 Prozent gehen

Bei den Blauen wurde es noch enger. Die boten als farbliche Einheit ein bockstarkes Bild und nahmen zehn Kilo mehr ab als die "Oranjes". Phillip sorgte für den Männer-Bestwert (minus 4,7 Kilogramm), Laura führte mit minus 2,4 Kilo eine überzeugende Amazonencrew an: Sandra, Valentina, Ása hatten ebenfalls alle eine 2 vor dem Komma; jede war besser als die orangefarbene Damen-Konkurrenz.

Aber trotzdem musste einer gehen. Es erwischte Oelsi (36). Weil er um 0,01 Prozent weniger abgenommen hatte als Valentina. "0,01 Prozent, das ist der A..tritt deines Lebens", stöhnte der Hüne und weinte im Arm seines Trainers Ramin vor Enttäuschung.

Für die Verbliebenen 14 gilt ab nächste Woche der Paarmodus. Die Pärchen lauten Salvo & Torsten, Ása & Robert, Sandra & Manuela, Valentina & Laura, Silke & Pia, Matea & Phillip und Leon & Daniel.

Die Seeschlacht bei der Challenge fand auf einer Luftplattform statt. Die Kontrahenten (Bild: Robert und Phillip) mussten drei gegnerische Schwämme von der Platte putzen. (Bild: SAT.1)
Die Seeschlacht bei der Challenge fand auf einer Luftplattform statt. Die Kontrahenten (Bild: Robert und Phillip) mussten drei gegnerische Schwämme von der Platte putzen. (Bild: SAT.1)