Fummel-Fiasko bei der "Bachelorette": "Er versteht meine Anzeichen nicht!"

Jens Szameit
·Lesedauer: 4 Min.

Schwerstarbeit für "Bachelorette" Melissa! Die einen kommen nicht aus sich heraus, die anderen kennen ihre Grenzen nicht - und sind dann auch noch sauer: "Sie will nicht küssen, Mann!", beschwerte sich Isar-Casanova Emre in Folge zwei. Doch wer kein Nein hören will, muss fliegen ...

Bachelorette Melissa hält sich die Augen zu
Bachelorette Melissa kann mit Emres Avancen nichts anfangen.

"Nicht küssen! Nicht küssen!" - Wenn so eine Aufforderung, dazu mit panischem Unterton, in einer Datingshow vorkommt, ist wohl etwas Wesentliches schiefgelaufen. Ein neuer Fall von "MeToo?" Immerhin: Anders als bei vielen prominenten Sündenfällen, die aus dem Bereich Aussage-gegen-Aussage stammen, läuft bei der RTL-"Bachelorette" zum Glück immer die Kamera mit. Und die lieferte bereits in Folge zwei Anschauungsunterricht, wie Mann es bei der Balz lieber nicht anstellen sollte. Aber eben auch, wie Frau konsequent Grenzen setzen kann.

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Womöglich hatte der rappende Barkeeper Emre aus München auch etwas falsch verstanden. Dass ihm die diesjährige "Bachelorette" Melissa Damilia so super gefiel - dagegen ist natürlich nichts einzuwenden. Dass die 24-Jährige aufgrund einschlägiger Datingshow-Romanzen auf dem TV-Kerbholz ("Love Island", 2019) so etwas wie Fummel-Freiwild wäre, beruhte aber auf einem kapitalen Missverständnis.

Beim Gruppendate auf Kreta in griechischer Landestracht meldete der 30-Jährige, der sich selbst für ein Johnny-Depp-Double hält, verblüffend früh Besitzansprüche an. "Jetzt bin ich noch entspannt", schielte er streng auf seine Konkurrenten. "Aber wär das so Richtung meine Freundin, lass ich die gar nicht mit der quatschen."

"Ich kann gut massieren." - "Aber bitte nicht jetzt!"

Von "Richtung meine Freundin" war Emre dann aber doch ein gutes Stück entfernt. Anders als von Melissa selbst. "Ich kann gut massieren", wanzte sich der Offensivflirter auf dem "Love Train"-Sitz bei der Stadtrundfahrt an seine Sitznachbarin. "Aber bitte nicht jetzt!", kam streng der erste Verweis. "Mir ist es too much, wie er immer wieder versucht, Körperkontakt aufzubauen", war Mitbewerber Maurice schwer genervt. Der "Bachelorette" ging es nicht anders. "Es ist wirklich schwierig mit Emre", stöhnte sie in die Kamera und an den Tuchfühler gewandt: "Wie kann man so sein?"

Immerhin: Im Einzelgespräch gab Emre dann eine Kostprobe, dass er auch anders sein kann als ein etwas zu touchy getrimmter Spaßvogel. "Hast du auch noch ne andere Seite?", versuchte es Melissa mit viel Empathie und vermutete "Selbstschutz" hinter der schrillen Sprüchefassade. "Wenn du Ziele oder Träume hast, das ermögliche ich dir!", stellte ihr Emre mit gedimmter Stimme in Aussicht - großzügig!

"Auf so was reagiere ich ganz allergisch"

Eher nicht zu Melissas Zielen oder Träumen gehört es jedoch, sich von einem ihr kaum bekannten Mann bei der aufgenötigten Umarmung ungefragt auf den Hals küssen zu lassen. "Das gefällt Frauen", lehrte der Isar-Casanova die Kamera, Küsse auf den Hals würden Gänsehaut verursachen. Hier geschah es aber offenkundig nicht vor freudiger Erregung. "Auf so was reagiere ich ganz allergisch", reagierte Melissa auf die Grenzüberschreitung in der Tat allergisch. So ein Gruppendate sei dafür "einfach nicht der passende Moment". Sie sei nicht "der Typ Frau, der 'nen Kuss auf den Hals möchte". Melissa: "Ich geb ihm ja nicht das Gefühl, dass ich das gerade möchte. Er versteht wohl meine Anzeichen nicht."

Den Schuss hatte Emre da leider immer noch nicht gehört. Später im Restaurant versuchte er es zur Verabschiedung gleich noch mal - doch Melissa war diesmal vorgewarnt, als sich seine Lippen näherten. "Nicht küssen! Nicht küssen!", fauchte sie und schaffte auch mit den Armen Distanz. Emre guckte pikiert und wenig später ziemlich grantig aus der lustigen Wäsche. "Ich bin sauer gerade", ließ er die Mitstreiter wissen. "Sie will nicht küssen, Mann! Wenn ich mich verabschiede, will ich Bussi-Bussi geben."

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Eine ordentliche Verabschiedung bekam Emre schließlich doch noch. Allerdings Richtung Heimat. Bei der "Nacht der Rosen" gab es die Quittung in Form von leeren Händen. "Lach immer, pass auf dich auf!", sprach der Barkeeper ein versöhnliches Lebewohl. Vor der Kamera beschwor er: "Weinen werde ich jetzt nicht" - und schluchzte dann doch tränenfeucht das Hohelied auf die "tollen Jungs", die er nun alleine lassen musste. Das immerhin hatte Stil. Ungleich mehr jedenfalls als Adriano in Folge eins, der sich nach seiner Abwahl grußlos die Tonverkabelung vom Leib gerissen hatte.

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Auch Agenturgeschäftsführer Alexander (24) beendete die zweite "Nacht der Rosen" ohne Schnittblume in der Hand, sowie zwei Herren, die sich wohl einen Tick zu selbstsicher präsentiert hatten. Personal Trainer Florian (27), der Melissa mit Blick auf sich selbst empfohlen hatte, doch erst mal nach Attraktivität auszusieben. Sowie Backpacking-Aufreißer Rouven, der offen zugab, sich aus Eigen-PR-Gründen beworben und ein Püppchen erwartet zu haben, nun aber zu seiner Überraschung doch auf die Rosenlady abfuhr und "alle Langweiler" am liebsten nach Hause schicken wollte. Das Heimflugticket löste "crazy Rouven" selbst. Die "Bachelorette" scheint ein Faible für Gerechtigkeit zu haben.