Gefährliche Fracht: Würgeschlange im Handgepäck entdeckt

Bei der Sicherheitskontrolle fiel den Sicherheitsleuten ein Schatten auf. Als sie daraufhin die Tasche öffnen ließen, kroch ihnen eine Schlange entgegen.

Das Sicherheitspersonal ist geschult, ungewöhnliche Gepäckstücke zu identifizieren. So wurde in den USA kürzlich eine Schlange auf dem Röntgenbild entdeckt
Das Sicherheitspersonal ist geschult, ungewöhnliche Gepäckstücke zu identifizieren. So wurde in den USA kürzlich eine Schlange auf dem Röntgenbild entdeckt. Foto: Symbolbild / gettyimages

„In dieser Tasche ist eine gefährliche Nudel“: Das hat die US-Flugsicherheitsbehörde kürzlich zum Foto eines Scans einer Reisetasche auf Instagram geschrieben.

Was zunächst wie ein unscheinbarer Schatten aussah, entpuppte sich bei der Kontrolle als durchaus gefährliche – und lebendige – Fracht.

Lebendige Königsboa im Gepäck

Am Flughafen in Tampa, einer Stadt im US-Bundesstaat Florida, haben Sicherheitsbehörden Mitte Dezember wegen einer ungewöhnlichen Gefahr Alarm geschlagen.

Bekannt gemacht hat die zuständige Transportsicherheitsbehörde TSA den Vorfall aber erst dieses Wochenende.

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Das war passiert: Bei der Kontrolle eines Handgepäckstücks fiel ein seltsamer Schatten auf. Nachdem das Personal die Tasche öffnen ließ, kroch ihnen eine Schlange entgegen. Laut Instagram-Beitrag der TSA handelte es sich um eine rund 1,20 Meter lange Würgeschlange – eine Königsboa.

Vom Flug ausgeschlossen

Eine TSA-Sprecherin gab dazu im Gespräch mit CNN bekannt, dass es sich um das Gepäck einer Passagierin gehandelt habe. Man habe nach dem Fund die Fluglinie informiert, die sowohl die Frau als auch die Schlange vom Flug ausschloss.

Wie die TSA wenig überraschend schrieb, sei das Mitnehmen von Schlangen im Handgepäck nicht erlaubt. Nur in Ausnahmefällen und unter strengen Vorschriften könnten die Tiere „richtig verpackt“ und „korrekt aufgegeben“ im Bauch des Flugzeuges mitreisen.

Gefahr durch Röntgenstrahlen für Tiere

Wie die Huffington Post schreibt, handelte es sich bei dem Fund nicht um einen Einzelfall. Immer wieder würden solche „Snakes on a Plane“-Vorfälle bekannt. Aber auch andere Tiere versuchen Menschen immer wieder, mit ins Flugzeug zu schmuggeln – absichtlich oder nicht.

Demnach sei vergangenes Jahr einem Reisenden erst bei der Sicherheitskontrolle aufgefallen, dass in seinem Handgepäck seine Katze saß. Laut eigener Aussage haben angeblich Mitbewohner die Katze ohne sein Wissen dort verstaut.

Bei einer anderen Person wurde während der Kontrolle ein Hund aus dem Rucksack befreit. Das Tier sollte auf diesem Weg wohl ebenfalls als blinder Passagier mitreisen.

Nicht nur ist das in den meisten Fällen verboten – die TSA warnt auch davor, die Tiere der Gefahr durch die Röntgen-Sicherheitsprüfung auszusetzen. Denn zur Sicherheit wird jedes Handgepäcksstück durch den Scanner geschoben – ausnahmslos. Dass eine Katze oder ein Hund dabei unentdeckt bleibt, dürfte deshalb eher unwahrscheinlich sein.

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