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"Geiler Typ": Fans feiern diesen besonderen "Arctic Warrior"-Teilnehmer

Er gehört wohl zu den beeindruckendsten Kandidaten der Survival-Show. Beim "Arctic Warrior" wagt sich mit Gerd Schönfelder auch ein ehemaliger paralympischer Ski-Rennfahrer ins finnische Eis.

Gerd Schönfelder bei seinen letzten Paralympischen Winterspielen in Vancouver 2010, bei denen er viermal Gold holte. (Bild: REUTERS/Andy Clark)
Gerd Schönfelder bei seinen letzten Paralympischen Winterspielen in Vancouver 2010, bei denen er viermal Gold holte. (Bild: REUTERS/Andy Clark)

Bei den Fans der mit Spannung erwarteten Show ist schon kurz nach nach dem Auftakt klar, wer der Gewinner der Herzen ist. Denn kaum jemand hat so eine beeindruckende Lebensgeschichte vorzuweisen, wie der 53-jährige Gerd Schönfelder.

Dabei müsste der gebürtige Pfälzer nun wirklich niemandem mehr etwas beweisen. Schließlich gehört Schönfelder zu den erfolgreichsten Wintersportlern Deutschlands und hat in seiner langen Karriere vermutlich mehr Medaillen gewonnen, als er zählen kann. Er beschreibt sich selbst als "wildes Kind", das einen riesigen Bewegungsdrang gehabt habe. Doch dann ereilte ihn ein folgenschweres Schicksal.

Ein schweres Unglück bestimmt den Lebensweg

Am 11. September 1989 verliert der damals 19-Jährige bei einem Zugunfall den rechten Arm und vier Finger der linken Hand. Freunde und Familie halfen ihm dabei, das schwere Unglück zu verarbeiten und wieder in die Zukunft zu schauen. Neben seiner Ausbildung zum Elektriker begann er, wieder Fußball zu spielen und auch wieder Ski zu fahren. Durch einen Bericht wurde er auf den alpinen Behindertensport aufmerksam und nahm Kontakt zur Ski-Nationalmannschaft auf.

Fast schon Gewohnheit: Gerd Schönfelder mit einer Goldmedaille im kanadischen Whistler bei den Paralympics 2010. (Bild: Quinn Rooney/Getty Images)
Fast schon Gewohnheit: Gerd Schönfelder mit einer Goldmedaille im kanadischen Whistler bei den Paralympics 2010. (Bild: Quinn Rooney/Getty Images)

Was folgte, war eine einzigartige Wintersport-Karriere. 1991 gewann er bereits seine erste Deutsche Meisterschaft, zwischen 1992 und 2010 nahm er stets für die Nationalmannschaft an den Paralympics teil, und gewann dabei unglaubliche 22 Medaillen, darunter allein 16 Goldene. 14 Mal wurde er zudem Weltmeister in seiner Sportart. Nachdem er in Vancouver die letzten vier seiner Paralympischen Goldmedaillen geholt hatte, verabschiedete er sich 2011 mit zwei Weltmeistertiteln in der Abfahrt und im Super-G in Sestriere von der großen Bühne.

"Arctic Warrior": Das Eis-Abenteuer hat begonnen

Nun wagt sich der Elite-Sportler auf ein ganz neues Abenteuer. Auf Instagram verkündete Schönfelder seine Teilnahme an dem neuen Survival-Format von "7 vs. Wild"-Gewinner Otto "Bulletproof" Karasch.

Beim "Arctic Warrior" müssen die Kandidat*innen vier Nächte und fünf Tage im finnischen Winter überleben. Dafür kriegen sie einen Survival-Profi zur Seite gestellt. Schönfelder wird im Team Blau antreten, begleitet wird er dabei von Gebirgsjäger Philipp. Der 26-Jährige stammt aus dem Allgäu und kennt sich in kaltem Klima gut aus.

Profi vor der Kamera

Erfahrung mit Winterlandschaften hat auch Schönfelder reichlich. Und das gilt auch für öffentliche Auftritte und das nicht nur als Sportler vor der Kamera. Für die ARD ist er seit seinem Karriereende als Experte für paralympischen Sport im Einsatz. Und seine Geschichte begeistert so viele Menschen, dass er auch immer wieder als Motivationsredner auftritt.

In einem kurzen Youtube-Video stellte sich der Athlet als Teilnehmer beim "Arctic Warrior" selbst vor. Darin zeigt sich sowohl sein Humor, als auch seine unbändige Willenskraft.

"Arctic Warrior"-Fans feiern Schönfelder

Bei den Fans kommt der Ex-Athlet gut an, seine Geschichte bewegt auch die Youtube-Community. In den Kommentaren schrieb ein User: "Schon bei der Vorstellung von Gerd direkt demütig und voller Respekt sprachlos geworden, vor so viel Lebenssmut trotz Schicksal. Wie klein man sich direkt vorkommt mit bissi Bandscheibenproblemen und paar Depris. Geiler Typ, schon vor Beginn!" Auch andere User*innen feierten seine Teilnahme: "Selten so berührt gewesen wie von Gerd Schönfelder! Meinen tiefsten Respekt". Ein anderer User nannte Schönfelder "eine lebende Legende" und ein weiterer schrieb in den Kommentaren: "Allen Respekt vor Dir Gerd, ich ziehe meinen Hut vor Dir. Unfassbarer Lebensmut."

Der "Arctic Warrior" scheint mit Schönfelder zum echten Erfolg zu werden, schon nach einem Tag hatte die erste Folge mehr als 1,3 Million Aufrufe und lag in den Trends weit oben.