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„Der beste Biathlet aller Zeiten!“

„Der beste Biathlet aller Zeiten!“
„Der beste Biathlet aller Zeiten!“

Johannes Thingnes Bö strahlte nach seinem nächsten Streich, die Erleichterung war dem Biathlon-Dominator deutlich anzusehen.

„Es war ein guter Tag“, jubelte der Norweger am ZDF-Mikrofon nach seinem Sieg in der Verfolgung von Canmore - der ihm den fünften Erfolg im Gesamtweltcup in den vergangenen sechs Jahren bescherte.

Der 30-Jährige krönte damit einen weiteren erfolgreichen Winter, in dem er auch seine WM-Titel 18 bis 20 einsammelte und so mit der Ikone Ole Einar Björndalen gleichzog. In Canmore überflügelte er ein weiteres Idol der Vergangenheit: Mit seinem 84. Rennsieg überflügelte er den siebenmaligen Gesamtweltcup-Sieger Martin Fourcade, in dieser Bilanz liegt nun nur noch Björndalen vor ihm (95).

Obwohl Bö also noch nicht in allen Belangen die ewige Nummer 1 ist, ist für viele seiner Zeitgenossen schon jetzt klar: Das Vermächtnis von Bö - der nach Olympia 2026 in den Ruhestand gehen will - wird größer sein als das seiner Ahnen.

Johannes Thingnes Bö: „Er ist der GOAT“

„Er ist unglaublich beeindruckend. Er ist der beste Biathlet aller Zeiten“, findet der Schwede Sebastian Samuelsson. Bös norwegischer Teamkollege Sturla Holm Lägreid sieht es ebenso: „Er zeigt immer wieder, dass er der Beste der Welt ist. Er ist der GOAT.“

Dass Bö diesen Rang auch in diesem Winter unterstreichen würde, war nicht von Anfang an gewiss: Der Dominator hatte zu Saisonbeginn - der von der Umstellung auf das neue Fluorverbot bei den Skiern geprägt war - unerwartet immer wieder Probleme gehabt. Danach meldete sich der skandinavische Überflieger aber schnell zurück an der Spitze.

„Dieser Winter war ein Kampf, es war nicht einfach“, sagte der 30-Jährige: „Es war viel mentaler Druck, aber ich weiß, dass ich in diesen Situationen stark bin.“

Bruder Tarjei tut ihm ein wenig leid

Doch nicht nur die schwankenden Ergebnisse sorgten für den laut Bö „schwierigste Triumph im Gesamtweltcup“ - auch die konstant überragenden Leistungen des älteren Bruders Tarjei forderten ihm alles ab. „Nur er kann mich im mentalen Spiel schlagen“ erklärte Johannes Thinges.

Der Erfolg in dem „schönen Duell, das wir so in unserer Karriere noch nicht hatten“ bedeute sehr viel, weil Tarjei „ein guter Kerl ist“. Dass Tarjei inzwischen so sehr in seinem Schatten steht, tut dem jüngeren Bruder auch etwas leid: „Ich habe das Gefühl, dass er zu wenig Anerkennung bekommt.“

Am heutigen Sonntag wartet zum Saisonabschluss der Massenstart auf die Biathleten (22.20 Uhr LIVETICKER). Und Bös Hunger nach Erfolg ist noch lange nicht gestillt. „Das Gelbe Trikot ist gesichert, jetzt kann ich zum ersten Mal in diesem Winter ohne Druck an den Start gehen“, lachte der Norweger: „Einfach die Handbremse lösen - und wie ein BMW Vollgas geben.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)