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"Gibt keine gute Lösung": Howard Carpendale kritisiert "alte, weiße Männer" Trump und Biden

Sänger Howard Carpendale war zu Gast bei "Maischberger" und gab eine Prognose über die Präsidentschaftswahlen in den USA: "So wie es im Moment ist, gibt es keine gute Lösung." (Bild: WDR / Dirk Borm)
Sänger Howard Carpendale war zu Gast bei "Maischberger" und gab eine Prognose über die Präsidentschaftswahlen in den USA: "So wie es im Moment ist, gibt es keine gute Lösung." (Bild: WDR / Dirk Borm)

Düstere Prognosen von Howard Carpendale: Der Sänger war am Dienstagabend zu Gast bei "Maischberger" und sprach über die aktuelle Lage in den USA. Dabei ließ er sich einen Seitenhieb gegen Präsident Joe Biden und seinem Vorgänger Donald Trump nicht nehmen.

Nach seinen Siegen bei den US-Vorwahlen am Dienstag stehen die Republikaner kurz davor, Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl erneut ins Rennen zu schicken. Warum der vielfach angeklagte Ex-Präsident immer noch bei seiner Wählerschaft so populär ist, wollte Sandra Maischberger am Dienstagabend versuchen herauszufinden - mit einem überraschenden Gast: Sänger Howard Carpendale sei dafür geeignet, so die Moderatorin, die USA seien "eine seiner Wahlheimaten", zudem habe er Trump einmal persönlich kennengelernt. Privat sei er zudem "ein Nachrichtenjunkie".

Und Carpendale zeichnete ein düsteres Bild: "Ich glaube, dass viele Menschen hier in Deutschland, die vielleicht noch nie in Amerika waren, eine falsche Vorstellung haben, wie Amerika wirklich ist", erklärte der 78-Jährige. Es sei nicht alles Bling-Bling und Las Vegas, Amerika sei ein "marodes Land", erklärte Carpendale. Insbesondere das Landesinnere sei "verwüstet, vergessen und verlassen. Die Menschen fühlen sich hier auch so". So habe beispielsweise "jeder sechste auch keine Versicherung". Carpendale fügte hinzu: "Es ist traurig." Das Land bräuchte jemanden an der Spitze, "dem man vertrauen kann".

Im Gespräch mit Sandra Maischberger kam Howard Carpendale auf Bundeskanzler Olaf Scholz zu sprechen. "Er kommuniziert nicht gut", erklärte er, "ich fühle mich als Außenseiter, wenn ich ihn reden höre." (Bild: WDR / Dirk Borm)
Im Gespräch mit Sandra Maischberger kam Howard Carpendale auf Bundeskanzler Olaf Scholz zu sprechen. "Er kommuniziert nicht gut", erklärte er, "ich fühle mich als Außenseiter, wenn ich ihn reden höre." (Bild: WDR / Dirk Borm)

Carpendale: "70 Prozent aller Amerikaner wollen beide Herren nicht"

Also setzt die Bevölkerung auf Donald Trump? "70 Prozent aller Amerikaner wollen beide Herren nicht", erklärte der Sänger und bezog sich mit seiner Aussage auch auf den aktuellen Präsidenten Joe Biden. "Das ist schon keine gute Zukunft, wenn man einen von den beiden kriegt und 70 Prozent wollen es gar nicht", sagte Carpendale.

"Es ist schwer vorauszusagen, wie das ausgehen wird", fuhr er fort. Aber: "So wie es im Moment ist, gibt es keine gute Lösung." Warum? "Wenn Biden die Wahl gewinnt, wird Trump die Wahl anfechten, und wenn Trump gewinnt, haben wir Trump", äußerte er sich über die Wahlsituation in den USA, "es ist eine Tragödie, dass es auf diese beiden alten weißen Männer hinausläuft." Amerika sei "ein Macho-Land", das einen jungen, starken Menschen als Präsident brauche.

Carpendale über Olaf Scholz: "Er kommuniziert nicht gut"

Das gleiche Problem sehe er auch in Deutschland. "Wir müssen weg von Menschen in meinem Alter, zurück zu einer Generation, die diese schwierigen Zeiten zumindest überleben wird", stellte er klar. Auf die Frage am Anfang, ob er ein "Fan von Olaf Scholz" sei, antwortete er mit einem klaren: "Nein." "Er kommuniziert nicht gut", so Carpendale über den Bundeskanzler, "ich fühle mich als Außenseiter, wenn ich ihn reden höre."

"Welcher Politiker würde dennoch Ihnen Vertrauen einflößen?", wollte Maischberger vom "Ti amo"-Interpreten wissen. Überlegen musste er nicht lange. Er nannte Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, der ebenfalls am Dienstagabend zu Gast in der Talkshow war. "Fand ich schon mal ein Lichtblick", erklärte er schmunzelnd.