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Gillian Anderson: Ich dachte, ich wäre geheilt

Gillian Anderson credit:Bang Showbiz
Gillian Anderson credit:Bang Showbiz

Gillian Anderson wird durch ihre Arbeit am Buch ‚Want‘ zum Zweifeln gebracht.

Die 55-jährige Schauspielerin ist seit vielen Jahren in Therapie und glaubte, ihre größten Probleme bereits überwunden zu haben. Die Bearbeitung des Buches ‚Want‘, in dem es um die Erforschung von Fantasien geht, belehrte Anderson jetzt allerdings eines Besseren. Auf die Frage, was sie durch ihre Tätigkeit als Lektorin gelernt habe, antwortete die ehemalige ‚Akte X‘-Darstellerin der Zeitung ‚The Observer‘: „Dass, obwohl es sich um eine angstfreie Entdeckung handelt, weiterhin so viele Themen als unantastbar gelten, oder zu riskant für große Unternehmen oder Individuen sind, um sie ohne Konsequenzen anzunehmen.“

Durch das Projekt habe sie außerdem gelernt, sich besser zu fokussieren. „Was ist die Botschaft? Was ist die Moral? Womit bleibt man am Ende des Tages zurück? Was wollen Frauen? Und müssen sie in der Fantasie verbleiben? Es gibt viel mehr Sehnsucht nach dem, was Frauen nicht haben, oder das sie aus Angst nicht fordern wollen“, beschreibt Anderson ihren Denkprozess während der Arbeit. Dass ‚Want‘ in jedem Fall ein politisches Buch sei, steht für die Hollywoodikone derweil fest. „Alles ist politisch, insbesondere sobald es sich thematisch um Frauen dreht“, erklärt sie. Der Text habe bei ihr in den letzten Monaten allerdings auch für Überraschungen gesorgt, berichtet sie weiter: „Ich bin seit einem Großteil meines Lebens in Therapie. Deshalb dachte ich, dass alle Fragen gefragt wurden oder dass ich geheilt sei. Aber das ist ein anderer Weg, sich Dinge anzuschauen. Und ich glaube, ich bin gerne dabei.“