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Google Pixel Tablet: Wenn das Tablet zur Smart-Home-Zentrale wird

Eine Nutzerin nimmt das Google Pixel Tablet von seinem Ladedock. (Bild: Google LLC)
Eine Nutzerin nimmt das Google Pixel Tablet von seinem Ladedock. (Bild: Google LLC)

Wer nutzt noch ein Tablet? Diese oder eine ähnliche Frage hat man sich offenbar bei Google gestellt, bevor der Tech-Gigant mit der Arbeit an seinem Google Pixel Tablet begonnen hat. Schließlich sind die Displays vieler Smartphones heutzutage gefühlt riesig und auch Foldables mit aufklappbarem Bildschirm sind auf dem Vormarsch. Also wozu benötigen Nutzerinnen und Nutzer noch ein Tablet?

Bei der ursprünglichen Vorstellung des Tablets im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O erklärte Produkt-Vizechefin Rose Yao im Mai, dass Tablets zuletzt "ein klein bisschen frustrierend" gewesen seien: "Es ist immer schwierig zu wissen, wo sie hineinpassen und sie haben sich in den vergangenen zehn Jahren nicht wirklich verändert." Oftmals vergesse man das Tablet in einer Schublade und wenn man es dann doch einmal für irgendetwas benötige, sei der Akku leer. Man glaube bei dem Unternehmen, dass noch viel Potenzial in Tablets stecke und habe daher ein Gerät designt, das insbesondere im Zuhause Userinnen und User den Alltag erleichtern soll.

Dank eines im Lieferumfang enthaltenen Docks ist das Tablet stets aufgeladen und kann sich gewissermaßen in ein Smart Display verwandeln, wie es bei Nutzerinnen und Nutzern etwa zur Bedienung des Smart Homes zum Einsatz kommt. Die Nachrichtenagentur spot on news hat Googles Ansatz im Alltag getestet.

Entertainment in Tablet-Form

Der Fokus beim Google Pixel Tablet dürfte bei Nutzerinnen und Nutzern vor allem in zwei Bereichen liegen: im Entertainment- und im Smart-Home-Sektor. Nach dem Auspacken fällt direkt auf, dass das Tablet gut und bequem in der Hand liegt. Dafür sorgen unter anderem eine sogenannte Nano-Keramik-Beschichtung und abgerundete Ecken. Das Gehäuse an sich bestehe laut Google derweil komplett aus recyceltem Aluminium. Das Gewicht von etwas weniger als 500 Gramm ist für Geräte dieser Größe zwar nicht ungewöhnlich, kleinere Tablet-Varianten wie beispielsweise das iPad mini von Apple oder das Fire HD 8 Plus von Amazon sind dank des geringeren Gewichts aber für so manchen Nutzer sicherlich auf Dauer angenehmer bedienbar.

Dafür macht das große 11-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln, das Inhalte scharf darstellt, insbesondere beim Gaming oder beim Schauen von Serien und Filmen viel Spaß. Genügend Power für Spiele oder auch die flüssige Navigation durch Apps und das Netz bieten acht Gigabyte an Arbeitsspeicher und der hauseigene Tensor-G2-Prozessor, der etwa auch in den Smartphones der Pixel-7-Reihe verbaut ist.

Mit Dock wird das Tablet zur Smart-Home-Zentrale

Vier Lautsprecher sorgen im Tablet-Modus unterdessen für die passende Sounduntermalung mit gutem, aber nicht herausragendem Klang. Deutlich mehr Wumms bekommt das Ganze, sobald das Tablet magnetisch mit dem mitgelieferten Dock verbunden wird, denn dieses dient nicht nur dazu, das Google Pixel Tablet aufzuladen. Auch hier ist ein Lautsprecher verbaut, der dem Sounderlebnis deutlich mehr Bass verleiht.

Das Display funktioniert auch auf dem Dock weiter und Video- oder Audio-Inhalte lassen sich beispielsweise vom Smartphone auf das gedockte Tablet streamen. Leider kann der Lautsprecher der Station aber nicht als eigenständiger Bluetooth-Lautsprecher genutzt werden und funktioniert nur, wann das Tablet mit dem Dock verbunden ist.

Die Power dürfte dem Gerät nur sehr selten ausgehen, denn wird es gerade nicht in der Hand genutzt, wandert das Tablet bestenfalls direkt auf das Ladedock. Dort nimmt auch der Google Assistant Sprachbefehle entgegen. So kann das Duo aus Tablet und Dock sozusagen als Smart Display verwendet werden, um andere unterstützte Geräte im eigenen Smart Home per Tipper oder Kommando zu bedienen. Natürlich kann der Sprachassistent unter anderem auch Fragen beantworten, die Uhrzeit mitteilen oder die neueste Folge des Lieblings-Podcasts starten.

Angedockt zeigt das Tablet, wenn es gerade nicht anderweitig genutzt wird, einen Bildschirmschoner, der je nach Einstellung zum Beispiel einen niedlichen Wetterfrosch darstellt. Alternativ lässt sich etwa auch eine Bilder-Slideshow mit eigenen Aufnahmen auswählen, wodurch das Tablet zum digitalen Bilderrahmen wird.

Fazit

Alles in allem präsentiert Google mit dem Tablet also ein gelungenes Gerät, das insbesondere für Smart-Home-Nutzer und Entertainment-Liebhaber interessant sein könnte. Das Google Pixel Tablet macht Spaß, fühlt sich hochwertig verarbeitet an, kann hilfreich sein und verschwindet dank des Docks auch nicht komplett ungenutzt in der Schublade.

Erhältlich in den Farben Porcelain und Hazel, hat das Duo aus Tablet und Ladedock aber auch seinen Preis. In der günstigeren Variante mit 128 Gigabyte an Speicherplatz liegt das Google Pixel Tablet bei 679 Euro, mit 256 Gigabyte sind es 799 Euro.